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Cover - Auf der Alm

Inge Friedl

Auf der Alm

Wie's früher einmal war

(2002, Styria Verlag, ISBN 3-222-12979-7, 160 Seiten, ca 112 Abbildungen)


Umschlagtext:

Das Alltagsleben auf der Alm in alten Geschichten und Fotos

Ein nostalgischer Band über das alltägliche Leben auf der Alm, - so wie's früher einmal war, vor 50, 80 und 100 Jahren: Die Erinnerungen alter Sennerinnen und Halter werden wach, es ist, als würden wir mit ihnen in einer Almhütte sitzen und ihre Geschichten von harter Arbeit und ausgelassenen Späßen lauschen.

Authentische alte Fotografien dokumentieren die untergegangene Welt des Almlebens. Genussvolle Rezepte und originale Gedichte machen diesen liebevoll ausgestatteten Bildband zum prächtigen Geschenk.


Kommentar BeNe:

... das war gemütlich

"Freilich, Arbeit hat's schon viel gegeben auf der Alm, aber da oben haben wir das erste Mal die Freiheit gehabt! Ich konnte mir den Tag selbst einteilen! Man hat sich natürlich an die Zeiten halten müssen, wegen dem Melken. Aber wenn man sich's gut eingeteilt hat, dann war's so schön, wenn man am Nachmittag oder am Abend fertig war! Dann ist man gesessen und hat hinuntergeschaut auf den Ort, nach Dörflach, zu zweit oder zu dritt, das war gemütlich." (Katharina Draxler in "Auf der Alm")

Die auf Interviews basierenden, authentischen Geschichten und Bilder geben Zeugnis von einer vergangenen Zeit. Inge Friedl begibt sich auf die Suche nach Spuren, die zu verwehen drohen. Halter, Bauern, Senner und Hirten kommen hier zu Wort, berichten von "früheren Zeiten", als alles noch einfacher, überschaubarer, stiller war.

Im Mittelpunkt Frau Götzenbrugger, eine alte Sennerein, mit ihren Liedern und Gedichten. Da kann es schon passieren, dass sich bei der Lektüre eine gewisse Sehnsucht regt nach jenem intensiven Ineinander von Familie, Arbeit, Mensch und Natur. Eine Einheit, die heute zusehens auseinanderbricht.

Die nach dem Ablauf eines Almjahres geordneten Erzählungen beeindrucken durch ihre Schlichtheit und Aufrichtigkeit. Inge Friedl greift dankenswerter Weise kaum in den Stil der Berichte ein, lässt den dialektalen Duktus, wie er ist, weil der eben am besten die nach innen gerichtete Einfachheit der Protagonisten bezeichnet.

Ein Buch mit Seele für stille Tage, für jene zusammengestellt, die ihre Spuren weit zurückverfolgen wollen, aber auch für solche, die eine Alternative zu einer lauten, unüberschaubar gewordenen Welt suchen.


Zur Autorin:

Inge Friedl wurde 1959 in Bruck an der Mur geboren und studierte Geschichte und Germanistik. Sie lebt in Graz und arbeitet als Historikerin und Buchautorin.