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Erika Hubatschek

Mein Leben mit den Bergbauern

Eine Biografie im Gespräch mit Anette Köhler

2007, Tyolia, ISBN 978-3-7022-2879-8, 184 Seiten

Verlagsinformation:

Das Leben und Wirken der Bergbauern ist die große Leidenschaft der Erika Hubatschek. In diesem Buch steht nun die große Dokumentatorin der Bergbauernkultur selbst im Mittelpunkt des Interesses. Impulsfragen zu ihrem Leben geben Raum für authentisches Erzählen - und Erika Hubatschek kann erzählen!
Keine Alm lag zu hoch, kein Weg war ihr zu weit, um am einfachen Leben der Bergbauern teilzuhaben: Die Geografin und Volkskundlerin Erika Hubatschek arbeitete mit auf Hof und Alm und sammelte ein einzigartiges Wissen über die Bergbauernkultur in den Alpen. Was sie sah, hielt sie mit ebenso liebevollem wie sachkundigem Blick in unzähligen Fotografien fest. Erika Hubatschek wurde im Oktober neunzig Jahre alt - Anlass für einen Rückblick auf ein außergewöhnliches und erfülltes Leben.

Dem Buch beigegeben die DVD "Vom Leben am Steilhang" von Joel Jenin. Dieser Film entstand nach einer Idee von Irmtraud Hubatschek mit ihrer damals 86-järhgien Mutter Erika an den Originalschauplätzen ihres fotografischen Schaffens.

Kommentar:

Ein wichtiges Zeitzeugnis

Anette Köhler lässt das Leben Erika Hubatscheks in zahlreichen Interviews Revue passieren. In Bild und Wort erfährt man dabei Stauens- und Wissenswertes über das Leben der Bergbauern der letzten 65 Jahre. Angefangen von Werkzeugen und Tätigkeiten, die ebenso wie die dazu gehörigen Bezeichnungen einfach verschwinden oder bereits verschwunden sind, bis hin zu Jahres- und Lebensrhythmen, die uns heute ebenfalls schon abhanden kommen. Über diese vergangene Lebenswelt kann Erika Hubatschek faszinierend und spannend erzählen. Genauso eindrucksvoll finden sich die Erinnerungen in ihren Bildern wieder. "Jedes einzelne Bild strahlt eine Würde aus, eine Würde der Personen, der Gegenstände, der Gebäude, der Landschaft", so der Autor und Geograf Prof. Werner Bätzing.
Das Buch ist jedoch nicht nur ein wichtiges Lebens- und Zeitzeugnis, sondern auch eine Anleitung für ein einfaches, ausgefülltes, auf die Natur hin ausgerichtetes Leben.

"Das Schöne an der Bauernarbeit ist ja gerade, dass sie so vielseitig ist. Es gibt jeden Tag etwas anderes zu tun. Und das Tagwerk hängt nicht nur vom Menschen ab, sondern von der Jahreszeit, der Witterung und allen möglichen anderen Umständen. Jede Tätigkeit hat ihre Zeit. Die Bauern leben im Einklang mit der Natur, sie müssen auf sie hören, die Zeichen deuten. Es ist ja ein unglaubliches Wissen, das da in den alten Bauern drinsteckt." (Seite 81 f)

Erika Hubatschek:

Der 1. Weltkrieg war in vollem Gange, als Erika in eine evangelische Pfarrersfamilie geboren wurde. Kunstsinnig, sozial engagiert, sportlich – so könnte man ihre Eltern charakterisieren, die der ältesten Tochter ohne weiteres das Studium erlaubten, als sie sich Mitte der 30-er Jahre dafür entschied. Geografie, Volkskunde und Leibeserziehung interessierten die damals knapp 20-Jährige, die während des 2. Weltkriegs in Innsbruck studierte.
Spannend und abenteuerlich lesen sich die Erlebnisse der Studentin, die zu Exkursionen aufbrach, zu Almen und Bergbauernhöfen in Tirol, Salzburg und Südtirol. Wissenschaftliche Erhebungen waren der Zweck dieser Exkursionen; um an die entsprechenden Auskünfte zu gelangen, beschränkte sich Erika Hubatschek aber nicht auf Fragen. Sie half einfach mit auf den Höfen und Almen, zu jeder Tages- und Nachtzeit, zu allen Jahreszeiten. Keine Arbeit blieb ihr fremd. Sie lebte mit den Bauern und ihren Familien. Und sie dokumentierte dieses Leben in einzigartigen Schwarz-Weiß-Fotografien.

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