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Reinhard Karl

Erlebnis Berg: Zeit zum Atmen

2008, Bruckmann, ISBN 978-3-7654-5152-2, 192 Seiten

Verlagsinformation:

Ein Klassiker der Alpinliteratur – jetzt wieder zugänglich.
Dieser lang erwartete Reprint macht diesen Klassiker der Bergliteratur aus der Feder des ersten Deutschen auf dem Mount Everest endlich wieder verfügbar. Die tief emotionalen, aber auch analytisch reflektierten Texte Reinhard Karls bieten nicht nur Innenansichten eines Bergsteigers, sondern zeichnen ein sehr persönliches Portrait der 68er-Generation. Atemberaubende Schwarzweiß- und Farbaufnahmen dokumentieren Reinhard Karls Bedeutung als innovativer Fotograf, der neue Akzente in der Bergfotografie setzte. Ergänzt wird dieser Band, der in jede Berg-Bibliothek gehört, durch zwei späte Texte Karls: "Am Fitz Roy" und "Unterwegs nach Hause", der als wichtigster Text Karls gilt.
Kommentar:

Ein Juwel der alpinen Literatur

Reinhard Karl lebte aus und für die Berge: "Bergsteigen war mein Leben. Der Berg war für mich der Beweis, dass ich die düsteren Niederungen verlassen konnte. Nach jedem Oben wurde ich ein anderer unten." Aus jeder seiner Zeilen ist ansteckende Begeisterung, Freude am Bergleben, das Feeling der 68er-Generation zu spüren. Eiger-Nordwand, Yosemite Valley, Mount Everest – Reinhard Karl bricht aus seinem beengenden Mechaniker-Leben aus und findet sein Glück auf den Gipfeln der Welt. Denn: "Als mir klar wurde, dass ich Bergsteigen doch ehrlicher ist und mehr vom Leben erklärt als der ganze Gesellschaftsverbesserungskäse, der mit 20 Sätzen die ganze Welt erklärt, da ging ich wieder zum Klettern."
Im Gegensatz zu der sonstigen Alpinliteratur bestechen Karls Bücher durch direkte Ehrlichkeit und die Begabung Gefühle und Ängste authentisch zu vermitteln. Seine Begeisterung aber auch seine verzweifelte Suche nach Erfüllung und Lebenssinn werden für den Leser erlebbar. "Erlebnis Berg" ist mehr als nur die Geschichte eines Bergsteigers, es vermittelt die Lebensphilosophie eines Suchenden, die auch für Nicht-Bergsteiger reizvoll zu lesen ist. Wer Reinhard Karl liest, wird von seiner Bergfreude angesteckt, will ebenso wie er losziehen und das fühlen, was er fühlte: "Dann sieht man schon den Gipfel, du weißt, du bist gleich oben, erstaunlich leicht fällt jetzt das Atmen ... Und dann oben. Zeit zum Atmen, Zeit zum Sehen, Zeit zum Staunen."
"Erlebnis Berg" ist längst zum Kultbuch, zu einen Juwel der alpinen Literatur geworden, das in keiner Alpinbibiliothek fehlen sollte.
Zum Autor:

Reinhard Karls Kindheit war schwierig. Sein Vater war Berufsmusiker in einer amerikanischen Militärkapelle. Die Mutter verdiente als Sekretärin dazu, um Reinhard und seine zwei Schwestern über die Runden zu bringen.
Mit 14 Jahren begann Reinhard Karl eine Lehre als Automechaniker. "Der dreckigste und mieseste aller Traumjobs", wie er später schrieb. Seiner Vorliebe für Bergbücher wegen schickte ihn seine Mutter in die Heidelberger Sektion des deutschen Alpenvereins. Erst mit 17 Jahren machte Reinhard Karl seine erste Klettertour. Das Bergsteigen am Wochenende wurde zur Flucht vor dem ungeliebten Job. Dort lernte er auch Leute mit besserer Ausbildung kennen, die ihn voll akzeptierten, was ihm zusätzlich Auftrieb gab. Die gemütliche Runde am Ende einer Klettertour, am Bärenbrunner Hof, gehörte zum Ritual. "Intensiv Leben" war die Maxime seines Lebens.
Karl studierte zunächst in Karlsruhe Wirtschaftswissenschaften und später Sport und Geographie in Heidelberg, erreichte aber keinen Abschluss.
1969 gelang ihm zusammen mit Hermann Kühn die bis dahin schnellste Eiger-Nordwandbesteigung in damals sensationellen anderthalb Tagen. In den 70er Jahren war Karl der Vorreiter des Freikletterns. Zusammen mit Helmut Kiene eröffnete er 1977 die erste alpine Kletterroute im VII. Schwierigkeitsgrad, die Fleischbank-Pumprisse im Wilden Kaiser.
Am 11. Mai 1978 erreichte er als erster Deutscher den Gipfel des Mount Everest. Er hatte sich der selben österreichischen Expedition angeschlossen, mit der damals auch Reinhold Messner und Peter Habeler den Berg erstmals ohne zusätzlichen Sauerstoff besteigen wollten.
Einen Namen als Schriftsteller und Fotograf machte sich Karl vor allem durch seine Expeditionsberichte.Reinhard Karl kam am 19. Mai 1982 durch eine Eislawine am Cho Oyu im Himalaja ums Leben. (Wikipedia)

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