Eine Tour mit Trekking- und Fun-Charakter. Die Länge und die doch vielen Höhenmeter stellen mittelgroße Ansprüche an die Kondition, einzelne sehr hübsche Passagen wie der Wienerwaldsee oder die Lichtungen des Tabor jedoch verleihen der Tour einen Hauch von Radurlaub. Eine also durchaus lohnenswerte Wochenen-Tour.
Aufgesessen in der Pfalzbergstraße bei Pressbaum (Pfalzau), dann gleich ordentlich in die Pedale getreten, um den Pfalzberg herum, dann downstreet paralell zur Autobahn A1. Auf der folgenden Asphaltstraße links und wieder ein wenig hoch, bis wieder Schotter folgt. Bei der nächsten Weggabelung rechts und auf einer Brücke über die Autobahn. Nun ordentlich downstreet nach Eichgraben hinunter, wo eine hübsche Kirche zum Stehenbleiben rät. Nun zwischen Eichgraben und Rekawinkel hindurch und auf der Landstraße links, dann rechts, wo eine Asphaltstraße zum Kaiserspitz hochführt. Nach dem sehr weitsichtigen Hochplateau folgt auf netten Wiesen und Lichtungen die stillste Zeit der Strecke. Während wir durch Wald bergab gleiten, riecht es nach Erde und Landurlaub, sobald der Weg wieder nach oben weist, nach Anstrengung und Bergauf-Schweiß. Denn hier wird das abbezahlt, was man vorher genossen hat. Sobald wir auf eine Landstraße treffen, geht es – richtig geraten – wieder bergauf bis zu einem Sattel, wo sich eines der Gesetze des Wienerwaldes bewahrheitet: jedes Bergauf hat hier auch ein Ende ;-) Erste Einkehrmöglichkeit: Almstüberl. Von hier nun wirklich bergab bis nach Weidlingbach und Tullnerbach (2 Stunden) und auf einem Radweg paralell zur stark befahrenen Bundesstraße Richtung Wienerwaldsee. Dieser wird am Ufer umfahren, die Badehose kann getrost im Rucksack bleiben, da dieses Trinkwasser-Reservoir leider nicht beschwommen werden darf. Trotzdem mal was anderes: Mal nicht Wald und Grün, sondern See und Blau. Beim Wilhelm Kress-Denkmal nach rechts über die Staumauer und weiter am Ufer des Sees bis zur Unterführung der Autobahn. In Wolfsgraben eine weitere Möglichkeit zur Einkehr, nämlich das Gasthaus "Dreimäderlhaus". Nach Wolfsgraben das sicher steilste Asphaltstück zum Tabor hinauf. Hier muss an heißen Tagen wohl oder übel der Schiebe-Gang herhalten, macht nichts, sieht und weiß eh keiner. Am Tabor DAS Highlight der Tour: Ein Kreuz mit Bankerl inmitten freier Wiesen und mit schönem Blick über die Wienerwaldberge. Hier lässt sich wunderbar die Seele schaukeln und sich freuen auf den Weiterweg, der nichts mehr Anstrengendes in sich birgt. Ein hübsches Platzerl Wienerwald. Nach diesem Genuss ist wellenreiten angesagt, mal auffi, mal owi, aber nie schweißtreibend, ehe es wieder über eine Lichtung geht. Beim Marterl des Engelkreuzes vorbei, Asphalt, rechts, ein kurzes Stück auf Straße, ehe die Beschilderung nach rechts auf eine Forststraße ablenkt. Da diese wellig-anstengende, aber wenig ergiebige Umfahrung kurz danach wieder auf die Landstraße trifft, kann sie getrost vergessen werden; müde Wadln bleiben auf der Straße, die zielpunktgenau zum Ausgangspunkt zurückführt.
Keinerlei Schwierigkeiten. Die Beschilderung ist o. k., die steilen Passagen halten sich in Grenzen, Radler mit mangelhafter Kondition sollten aber heiße Sommertage meiden, da sehr anstrengend.
Bewertung:
Fun-Strecke, technisch harmlos, gut zum Radlüften und Konditiontanken
Gesamthöhenmeter:
690 m
Gesamtfahrzeit:
3 Stunden
Streckenlänge:
35,7 km
Asphalt:
16,3 km
Forststraße/Schotterweg:
19,4 km
Attraktionen:
Die schönsten Teilstücke führen über die Lichtungen des Kaiserspitzes und des Tabor. Auch die Fahrt entlang des Wienerwaldsees hat durchaus etwas Nettes.
Einkehrmöglichkeiten:
Almstüberl, Gasthaus "Dreimäderlhaus" (Wolfsgraben), Gasthäuser in Pressbaum, Tullnerbach und Eichgraben