Die Conclusio dieser Tour gleich vorneweg: Das wahre Abenteuer dieser Strecke besteht darin, den richtigen Weg zu finden und etwaige Verirrungen friedlich auszudiskutieren (siehe Bild unten). Die Pappelteich-Strecke ist äußerst schlecht markiert, viele Schilder sind versteckt, überwachsen oder schlichtweg nicht vorhanden bzw. falsch platziert. Zweite Schlussfolgerung: Der erste Teil von Kalksburg bis Laab führt ausschließlich über (Forst)Straßen, hat also wenig mit Mountain zu tun, der zweite Teil von Laab nach Kalksburg hingegen hat durchaus etwas Trailartig-Nettes, wenn es durch enge, ruppige Waldpassagen geht. Alles in allem eine Pfadfindertour für Forststraßen-Fans.
Die Pappelteich-Strecke als Friedensweg: Eine der sehr diplomatischen und harmonischen Diskussionen, den Weiterweg betreffend ;-)
Route
Maurer Lange Gasse (330 m, 23. Bezirk) – Kalksburg – Wiener Hütte (400 m) – Doktorberg – Ramaseck (420 m) – Kloster St. Josef – Gütenbachtor – Lainzer Tor – Maurer Lange Gasse
Fun-Strecke, HU ca.
550 m, 26,8 km,
2 Stunden
Der Waldtrail im Gütenbachtal hat etwas durchaus Reizvolles ...
Start auf einer Wiese in der Maurer Langen Gasse (23. Bezirk), bergab auf Forststraße nach Kalksburg. Am Kollegium Kalksburg vorbei entlang der Reichen Liesing bis zu einer Brücke, danach wenig anstrengend bergauf bis zur Wiener Hütte. Rast. Oder auch nicht. Von der Hütte bis zur Doktorbergsiedlung leicht auf und ab.
Achtung: bei der Ausfahrt bei der Siedlung rechts auf der Straße weiter, die Schilder an dieser Kreuzung stehen vollkommen falsch!
Steil bergab zur nächsten Abzweigung, rechts, ab dort bis zu einen Natursportplatz bergauf, ab hier in sanften Wellen weiter.
Nun heißt es wieder aufpassen: Wenn man Pferdeäpfel auf der Straße und eine Pferdekoppel zur rechten Hand
bemerkt, die Abzweigung nach rechts nehmen! Das Wegschild befindet sich links
auf einer Böschung und ist ob Überwucherung kaum mehr sichtbar. Wieder Achtung: die Abzweigung führt
durch eine Pferdekoppel: Autos, Pferde und Menschen!
Die nun folgende Straßenabfahrt ist wenig abenteuerlich, beim Kloster St. Josef links mit leichten Anstieg
hinauf.
Dauert etwas länger, aber dann geht es bergab. Rechts abbiegen
Richtung Kloster und Laab, auch hier ist das Schild verdeckt.
Die Bergaufstrecke nach der Haupstraße ist kurz und nicht schwierig. Es folgt eine schnelle gut einsehbare Abfahrt. Am Ende sollte man allerdings den Balken
nicht übersehen, sonst heißt es: Reckturnen! Auf der Straße weiter, bis es links auf eine große Wiese
hinauf geht. Steil und steinig. Danach weiter sanft und schmäler werdend bergauf. Gewellt durch dichtes Gestrüpp bis zur
Ausgangswiese. Ende! Wer nach gut 2 Stunden hier wieder ankommt, darf sich Super-Pfadfinder nennen, nach 3 Stunden: Pfaderer, nach 4 Stunden: blind's Hendl, ab 5 Stunden: vermisst.
Nach etwa einer Stunde wird das Mountainbiken seinem Namen gerecht ...
Laab im Walde
Das Gebiet von Laab war im Vergleich zu den umliegenden Orten relativ zeitig besiedelt. Es war ein bevorzugtes Jagdgebiet zuerst der Babenberger, später der Habsburger durch die günstige Nähe zu Wien. Durch den steigenden Brennholzbedarf siedelten sich hier Holzarbeiter und Köhler an, die in sogenannten "Duckhäusern", wie man sie auch in den Nachbarorten findet, wohnten.
Der Name Laab kommt vom mittelhochdeutschen "Loupe", was soviel wie Laubwald bedeutet. Der Name änderte sich im Laufe der Zeit von Laeb (1352), Laab in silva (1429) oder Lääb (1601) zum heutigen Laab im Walde.
Schwierigkeiten:
Hauptschwierigkeit siehe Intro: Wegbeschilderung kaum bis gar nicht vorhanden – also laaangsam vortasten, wer auf der lange paralell laufenden Parapluiestrecke landet, ist falsch unterwegs.
Bewertung:
Fun-Strecke, technisch harmlos, familientauglich, gut zum Radlüften
Gesamthöhenmeter:
550 m
Gesamtfahrzeit:
2 Stunden
Streckenlänge:
26,8 km
Asphalt:
6,79 km
Forststraße/Schotterweg:
20 km
Attraktionen:
Allein der Wegabschnitt ab Laab kann durchaus als "attraktiv" bezeichnet werden. Sonst technisch harmlos, dafür familientauglich.