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Mountainbiken rund um Wien

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Lauras Berg

DOM

(Walliser Alpen, 4545m, 8/97)

Dom-Gipfel

1.Tag, Randa - Domhütte

Der Anstieg zur Domhütte erfolgt von Randa bei Zermatt aus. Da es im Dorf und um Randa keine Parkmöglichkeit gibt, stellen wir das Auto am Bahnhof ab. Dann hinauf zum Dorf, auf gutem Weg durch Wiesen, über den Dorfbach (das Wasser des Festigletschers!) und weiter, bis sich der Weg gabelt. Rechts in Lärchenwald und vielen Serpentinen höher. Nach Verlassen des Waldes über grasige Hänge an den Beginn steiler Felsen und klettersteigähnlich durch Schluchten, auf Bändern und über Felsen (Sicherungen) zum Punkt 2820, wo die Felsstufe überwunden wird und die Hütte zu sehen ist.

Höhenunterschied: 1540 Meter Gehzeit: 4-5 Stunden

Domhütte, 2940m

SAC-Sektion Uto, bewartet von Juli bis September, 75 Plätze. Tel. 027/ 9672634. Die Hütte ist meistens überfüllt, die Hüttenwirtin, Laura, aber eine Seele von Mensch! Mit unglaublicher Freundlichkeit fragt sie jeden ankommenden Bergsteiger nach dem Namen und weiß ihn auch noch am nächsten Morgen! Setzt sich zu dir an den Tisch und erkundigt sich nach deinem Befinden, deiner Herkunft und deinen Wünschen. Und das jeden Tag, bei Hunderten von Bergsteigern! Ihr Humor und Engagement machen dich glauben, du seist der einzige Gast auf der Hütte. Tatsächlich blieb mir von dieser Tour weniger der Berg an sich, sondern vielmehr diese Wirtin in Erinnerung.

Laura

2.Tag, Domhütte - Dom (4545m)

Wecken um 3 Uhr früh. Frühstück mit Tausenden anderen, trotzdem sind wir wieder die letzten, die um 4 Uhr in die sternenklare, warme Nacht aufbrechen. Das rhythmische, in sich gekehrte Gehen - ein meditativer Genuss. Ein Weg führt zunächst über die steile Moräne bis zum Festigletscher (ca.3200m). Unter den Felswänden der Hohgwächte höher, mehrmals durch Spalten- und Bruchzonen bis unter das Festijoch. Jetzt heißt es zupacken! In 2er-Kletterei gämseln wir uns über Geröll und leichte Felsen, zuletzt auf einem schmalen Querband ins Joch - 3723m. Auf dem zunächst felsigen Grat höher, bis er sich bei ca. 4000 Metern im Schnee verliert. Dann über eine steile Eisflanke hinaufgepickelt, höher, fast immer auf der Gratkante zum Gendarmen auf 4479m, der nordseitig umgangen wird. Auf einer eleganten Firnschneide zum kleinen Gipfelplateau mit Kreuz. Vom höchsten, ganz auf Schweizer Gebiet stehenden Berg wird man sich wohl nie sattsehen am Meer der Walliser Berge.

Höhenunterschied: 1600 Meter   Gehzeit: 5-6 Stunden

 

 

 

der letzte Anstieg zum Dom

Abstieg:

Zurück zum Gendarmen und nordöstlich über weite Schneehänge, den Spalten ausweichend, in den oberen Boden des Hohberg-Gletschers. Jetzt westlich in einem Bogen auf das Festijoch zu. Weiter wie Aufstieg. An sich sollte bei der Domhütte nach fast 10 Stunden Gehzeit Schluss sein, aber wir wollen uns - trotz Laura - eine weitere Nacht im überfüllten Lager ersparen und steigen weiter ab nach Randa - das ergibt einen neuen Rekord in Abstiegsmetern: 3100 an einem Tag. Da quietschen die Kniescharniere ...

Gesamtzeit:

auf: 6 St., ab: 7St. Ges.:13 Stunden

Höhendifferenz:

auf: 1600m, ab: 3100m

Kommentar:

Vergesst den Dom - besucht Laura, die Wirtin aller Berge!

Tipps:

Diese kombinierte Hochtour verlangt Kletterkönnen im 2.Schwierigkeitsgrad, Gletscher-, Eiserfahrung und absolute Ausdauer, denn die Hauptschwierigkeit liegt in der Länge der Tour, die Firnhänge sind bis 45 Grad steil. Wem die Kniescharniere was wert sind, sollte noch in der Früh eine zweite Nacht in der Domhütte buchen. Gute Verhältnisse kann man ab Mitte Juli bis höchstens Mitte September erwarten, nur an einem Tag sollte man den Berg meiden: am 1. August, dem Nationalfeiertag der Eidgenossen, da zwängt sich die ganze Schweiz in die Domhütte ...

Geschichte::

Erstbesteigung 1858 durch J.L. Davies Johann Zumtaugwald, Johann Kronig und Hieronymous Brantschen.

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