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Mountainbiken rund um Wien

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Durch die zentralen Pyrenäen
Tag 7-9

Tag 7

Weg: Refugio de Viados (1760m) - Bal de Millars - La Forquetta o Collado de Eriste (2860m) - La Forqueta (3007m) - Ibon de Llardanetta (2660m) - Espalda de Posets - Pico Posets (3375m) - Refugio Angel Orus (2100m)

HM 1900m / GZ 7 Stunden

 

 

 

 

 

Aufstieg zum Pico Posets

Heute müssen wir zeitlicher starten (7.30 Uhr), weil ein sehr heißer Tag in Aussicht steht. Wir wollen die Gunst des schönen Wetters nützen und den Pico Posets ersteigen. Der Anstieg zum Collado de Eriste zieht sich in endlos scheinenden Kehren, aber dafür gehen wir großteils im Schatten (3 Stunden). Während ich Pause mache, lässt sich Johnny den La Forquetta nicht entgehen, zumal es etwas zu Klettern gibt. Über eine Schotterhalde steigen wir ab zum Llardaneta-See.

Der Ibon de Llardanetta

Wir finden zwei Felsblöcke, zwischen denen wir unser Gepäck unterbringen und gehen unser nächstes Ziel an, den Pico Posets.

Zuerst müssen wir über gut aufgefirnte Schneefelder hinauf. Anschließend geht es über Felsblöcke und Schotterfelder weiter empor. Schließlich führt der Weg über einen breiten steinigen Rücken zum Gipfelkreuz mit hervorragender Aussicht (1,5 Stunden).

Am Gipfel des Pico de Posets

Zurück bei unserem Rucksackdepot (1 Stunde) legen wir eine längere Pause ein. Nun wandern wir über Almböden und schließlich durch Sträucherwerk bis zum Refugio Angel Orus (2 Stunden).

Diese Hütte erinnert ein wenig an das Alpinzentrum Rudolfshütte: Tolle Lager mit Betten, jedes Lager ausgestattet mit Dusche und WC. Das Abendessen (Selbstbedienung) ist reichlich. Dass die Sonne am heutigen Tag im Gebirge wirklich sehr intensiv war, ist an einem Holländer zu sehen, der morgen mit Sonnenstich absteigen muss.


Tag 8

Refugio Angel Orus (2100m) - Cabana de Llardanetta (2300m) - Ball des Ibons - Ibon Alto (2591m) - Lago Anónimo (2697m) - Brecha de Bardamina - Collado Montidiege (2647m) - Montidiego (2764m) - Foreau de Bardamina (2120m) - Refugio de Estos (1890m)

HM 900m / GZ 6 Stunden

 

 

 

 

 

Pause am Collado Montidiego

 

 

 

 

Heute lassen wir uns schon beim Frühstück Zeit, denn wir haben eine Erholungstour mit selektiver Wegführung vor.

Zunächst geht es entlang des sehr interessanten Wasserleitungsbaus zur Angelus Orus Hütte und zum Ibon de les Alforches. Beim Ibon Alta verlassen wir den Steig und gehen zum, von uns so bezeichneten Lago Anónimo (= namenloser See, 2,5 Stunden).

Ibon de Montidiego

Dort genießt Johnny die Sonne auf einem Felsenbett, während ich für sehr kurze Zeit in das sehr kalte Wasser baden gehe. Nun führt der unmarkierte Steig am Grat der Brecha de Bardamina bis zum Collado Montidiego (1 Stunde). Was wäre ein Tourentag ohne Gipfel für Johnny! Und da bietet sich der Montidiego förmlich an.

Ich döse in der Sonne, während Johnny rasch einmal zum Gipfelkreuz des Montidiego klettert. Der Abstieg ist wirklich nicht angenehm, denn fast 600 Höhenmeter müssen wir über Felsblöcke abwärts wandern. Das letzte Stück führt durch Wald, über den Rio de Estos und schließlich 100 Hm hinauf zum Refugio de Estos (2 Stunden). Wir sind froh, dass wir hier Platz und Halbpension vorfinden, denn für morgen haben wir wieder eine "Heavy-Metal-Tour" (eine ausgesprochen anstrengende Wanderung) vor, wenn das Wetter mitspielt.

Refugio de Estos


Tag 9

Refugio de Estos (1890m) - Ball d'Estos - Cabana Moiseret (1920m) - Collada de Frontonet (2345m) - Ball de Lliterola - Rio Lliterola - Plan de Bans (1620m) - Hospital de Benas (1740m) - Refugio de la Renclusa (2140m)

[Ursprünglich geplanter Weg: Refugio de Estos - Collada Ubaga - Pico Perdiguero (3222m) - Ibon Blanco de Lliterola und von dort zum Refugio de la Renclusa]

HM 900m / GZ 7 Stunden

(Variante mit geplantem Weg: 1200 Hm, 8,5 Stunden)

 

 

 

 

 

 

Unser Wunschziel: der Pico Perdiguero

 

 

Warum hier "ursprünglich geplanter" vom "tatsächlich gemachten" Weg unterschieden wird, liegt daran, dass es viele Wege gibt, die in der Karte nicht vorkommen, und Wege in der Karte eingezeichnet sind, die es gar nicht mehr gibt.

Der Weg

Aber nun der Reihe nach: Ein kräftiges Frühstück, ein tolles Wetter und unser genialer Plan lassen uns schon um 7.30 Uhr losmarschieren. Aber der erste Irrweg des Tages beginnt sehr bald. Wir müssen durch einen Bach, der eigentlich gar nicht hier sein dürfte. Dann stoßen wir auf einen markierten Steig, der durch Gestrüpp, moorartigen Boden und Almwiesen weiterführt. Auf einmal jedoch endet die Markierung und etwas später auch der Weg. Wir müssen auf jeden Fall orientierungsmäßig zu irgendeinem Pass oder Col. Also steigen wir diritissima über Geröllhalden weiter aufwärts, bis wir im Collada de Frontonet stehen (3,5 Stunden).

Nun schauen wir mit dem Fernglas, wie weit wir vom Collada Ubaga entfernt sind - somit wird auch der Pico Perdiguero ausfallen, denn wir brauchen noch einige Stunden, bis wir das Tagesziel erreichen. Vor allem aber müssen wir einmal vom Collada de Frontonet hinunter und das über steile Grashänge und Schuttfelder in Richtung erkennbaren Weg. Als wir auf Steinmännchen stoßen, macht sich ein Hoffnungsschimmer breit. Ein eher selten begangenes, schmales Steiglein führt entlang des Rio Lliterola bergab. Aber irgendwann müssen wir auf die andere Seite des Rio. Den Seitenwechsel führen wir vor den steil abfallenden Wasserfällen durch. Nun haben wir endlich den gesuchten Wanderweg erreicht, (1,5 Stunden) bestens markiert, mindestens einen Meter breit und weithin sichtbar.

Durch das Ball de Benas zuerst auf Asphalt-, dann auch Schotterstraßen gelangen wir zum Hospital de Benas mit riesigem Parkplatz für alle Anwärter, die den "Großglockner der Pyrenäen" besteigen wollen. Im Hospital (ist kein Krankenhaus, sondern ein Hotel) stärken wir uns mit einem Bier, denn dann müssen wir noch ziemlich weit aufsteigen bis zum Refugio de la Renclusa (2 Stunden).


Tag 10: Refugio de la Renclusa - Pico de Aneto >>>


Tag 7-9