www.BergNews.com
www.bergnews.com www.bergnews.com

Mountainbiken rund um Wien

Follow us to facebook

Großer Trögler

Egnesensee

2902m, Stubaier Alpen

Der Egnesensee

Vorbemerkung:

Der Große Trögler, ein dem Stubaier Hauptkamm vorgelagerter Gipfel, bietet alles, was man sich von einem Gipfel erwartet: einen unüberbietbaren Panoramablick, Ruhe, erträgliche Gehzeiten, einige Action-Stellen zum Zugreifen und Wachbleiben.

Die hier vorgestellte Tour wählten wir als Anfangsetappe einer gemütlichen Bergwoche, die in der Besteigung von Zuckerhütl & Co. im wahrsten Sinne des Wortes "gipfelte".

Sandleiten on tour

Mit dabei meine treuen Wegbegleiter: Roger, Maggi, Mexi, Biggi, Christoph, Max, Stefan, Christian


Aufstieg zur Sulzenau Hütte (2191m)

HU 600m/GZ 2 Stunden

Sulzenauhütte

Nach einer Jause in der Jausenstation Grawa Alm (1590m, Parkplatz gratis für Bergsteiger) überqueren wir den Bach "Die Ruetz" und steigen zunächst über steilere Serpentinen, dann etwas flacher durch den "Rauhen Lehner" bis unter das Sulzegg. Von dort durch einen von Bächen und Rinnsalen zerfurchten Talgrund (= Moos), an der Sulzenau Almhütte vorbei (bei Schönwetter geöffnete, urige Labestation), schließlich in endlosen Windungen zur schön gelegenen Sulzenau Hütte (2191m).

Diese an den Ausläufern der Gletschergiganten gelegene Hütte bietet herzhafte Tiroler Küche, saubere Matratzenlager und moderate Preise. Außerdem dient sie als beliebter Ausgangspunkt für die Touren auf die Klassiker der Stubaier: Zuckerhütl, Wilder Pfaff und Freiger sind von hier aus in etwa 4,5-5 Stunden erreichbar.


Sulzenau Hütte - Großer Trögler (2902m) - Dresdner Hütte

HU 700m/GZ 3,5-4 St.

Nebel am Großen Trögler

 

 

Historisch! Beim Erlernen der Hohen Kunst des Tarockspielens

Von der Sulzenauhütte gut markiert in südwestlicher Richtung bis zu einem Wegweiser, der uns nach rechts (Norden) zum Großen Trögler lenkt. Über einmal mehr, dann weniger steile Gras- und Schrofenhänge sowie einige ausgesetzte Stellen (Drahtseile, etwas Trittsicherheit nötig!) hoch, schließlich über Blockwerk auf den Kleinen Trögler (Scharte, Stange, 2885m) und über den breiten Gratrücken auf den bekreuzten Gipfel des Großen Trögler (2 Stunden von der Sulzenau Hütte).

Abstieg in Richtung Dresdner Hütte durch mitunter äußerst steile Schotterhänge (Steinschlaggefahr!), sonst aber ungefährlich hinab zur weithin sichtbaren Dresdner Hütte (2308m, 1,5-2 Stunden vom Gipfel).

Die Dresdner Hütte - ein historischer Ort - erlernte ich doch dort vor vielen Jahren die Hohe Kunst des Tarockierens. Seither hat sich an der damals sehr gastfreundlichen Bergsteiger-Unterkunft einiges zum Negativen verändert:

Die Preise sind unverschämt teuer. Trotz der leichtest möglichen Versorgbarkeit durch die Eisjoch-Gondelbahn ist die Dresdner die mit Abstand teuerste Hütte der Stubaier Alpen! Man merkt, hier sind die Gletscher-Skifahrer Könige und Abgezockte zugleich. Dass hier kein Unterschied zwischen Wanderern und Tagestouristen gemacht wird, ist schade. Die Dresdner Hütte ist so leider zu einer unerschwinglichen Touristenabsteige verkommen.

Was bei vielen Hütten gang und gäbe ist, können sich die armen Dresdner Hüttenwirte nicht leisten: Auf die Frage, ob ich als Leiter einer 9-köpfigen Gruppe Ermäßigung bekomme, antwortet mir die Wirtin: Leider nein, deine Gruppe hat nur 9 Mitglieder, Ermäßigung gibt es nur ab 10!

Piste und Lifte entstellen die Landschaft rund um die Hütte auf's Schlimmste.

Leider ist es an diesem Tag schon zu spät, um das Weite zu suchen ...

Dresdner Hütte - Egnesensee - Punkt 2635m

HM 300/GZ 2 St.

Maggi und Christoph

Da jetzt die Sonne vollends durchbricht, starten wir - Maggi, Christoph und ich - noch zum Egnesengrat hoch. Zu Beginn ein Übungsklettersteig von gewaltigen 10 Metern Länge und Schwindel erregenden 2 Metern Höhe, dann über Almwiesen hoch, bis wir erstmals den Wilden Pfaff sehen - eines unserer Traumziele.

Nach einer Stunde haben wir den durch eine Steinpyramide bezeichneten Punkt 2635 des Egnesengrates erreicht (Warum hat dieser traumhafte Aussichtspunkt noch keinen Namen? Meine Vorschläge: "Wilder Abzocker" oder "Aperer Geizkragen").

Wir genießen die Fernsicht auf die Granden der Stubaier, gustieren die Leckerbissen, die uns diese Woche noch erwarten - Zuckerhütl, Freiger, Pfaff - und wollen gar nicht mehr so recht weg von hier.

Dem nicht genug, beim Abstieg wartet noch DAS Erlebnis des Tages: Ein Sprung in den gar nicht so kalten, aber sehr idyllisch gelegenen Egnesensee (siehe Bild oben). Aaaaaaaah!


Tipps/Wissen:
  • Vorsicht bei Nässe, da Auf- und Abstieg über steile Grashänge führen!
  • Der Trögler kann auch gehtüchtigen Kindern ab 10 zugetraut werden (Steinschlaghelm und Klettersteig-Sicherung!).
  • Wer von der Sulzenau- zur Dresdner Hütte will, kann auch den weniger anstrengenden und ausgesetzten Weg 102 über das Peiljoch (2676m) wählen (Seilsicherungen!).
Karte:
AV-Karte Nr.31/1 "Stubaier Alpen - Hochstubai", 1:25.000
Ausrüstung:
  • Packliste >>>
  • + Steinschlaghelm, + Klettersteig-Sicherung, (so Kinder dabei sind!)

© www.BergNews.com