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Mountainbiken rund um Wien

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Überschreitung der

Hohen Wand

von Dreistetten nach Grünbach

Forums-Gemeinschaftstour
1. Mai 2004

Guide: alice58, Text: Erich, Bilder: Bergfex ("Paparazzifex")

Intro

Bei der Überschreitung der Hohen Wand von Dreistetten nach Grünbach handelt es sich um eine einfache, aber lange Wanderung über Forst(-straßen), Wanderwege, teilw. auch Leitern. Einkehrmöglichkeiten gibt es ebenso genug wie Ausblicke, Kletterfelsen und Gämsen.

EliDie wohl größten Anforderungen hatte wohl Tour-Organisatorin Eli, alias alice58, alias Topfenstrudel-Produzentin (im Bild links), zu bewältigen, die 30 Forumsteilnehmer + 2 Hunde, also einen Tatzelwurm mit etwa 60 Füßen/Pfoten, über diesen Wiener Hausberg kommandieren musste. Sie schaffte es bravourös mittels Trillerpeife und einem Auto voller Topfenstrudel.

Der Spitzname "Tatzelwurm-Kommandantin" düfte ihr wohl lange bleiben.


Route

HU etwa 600-700 m / GZ 5-6 Stunden

Vom Parkplatz in Dreistetten ausgehend erreicht man bald den nördöstlichen Rand des Hohe Wand-Massivs. Über den Drobilsteig - ein paar nette Leitern - zum Herrgottschnitzerhaus. Wer die Leitern nicht mag, kann diese auf einem parallel verlaufenden "Normalweg" umgehen. Die beiden Wege treffen sich kurz vor dem Haus.
Weiter geht es über Hanselsteighaus und die Straßenkreuzung zum GH Postl. Über das GH Luf und das Hochkogelhaus nähert man sich dem Hubertushaus, muss vorher aber noch ca. 100 Hm steil hinab in den Leitergraben und drüben wieder steil hinauf. Damit liegen die Mühen aber auch schon wieder hinter uns.
Das nächste Ziel ist die Eicherthütte. Von hier bieten sich zwei Varianten an:
1. über den Grafenbergweg (keine Leitern!) direkt hinunter zum Seisertoni.
2. wenn wir noch nicht zu müde sind - weiter zum höchsten Punkt der Hohen Wand, dem Plackles (1.132 m), hinunter zum Rastkreuzsattel und von dort über "Am Segen Gottes" zurück zum Seisertoni.
Vom Seisertoni fahren wir mit den dort abgestellten Fahrzeugen nach Dreistetten, wo wir entweder beim Scherrerwirt oder beim Zitherwirt den Tag ausklingen lassen können - beide sind übrigens sehenswert!

 


Abmarsch

 

 

 

 


Drobilsteig

 

 


Am Skywalk

 

 

 


Der Palatschinken-Dieb

 

 

 

 

 


Bericht Erich: 30 Wanderbegeisterte (davon zwei Vierbeiner) machten sich auf, um die Hohe Wand zu bezwingen. Ein neuer Rekord für unsere Forums-Gemeinschaftstouren! Ob der Auslöser dafür der auf sich wartende Frühling war oder die Ungeduld endlich loszumarschieren? Oder war es doch Eli's Topfenstrudel?

Erster Treffpunkt unserer Wanderung: Grünbach, wo die benötigten Fahrzeuge abgestellt wurden - alles generalstabsmäßig von Eli, der Organisatorin dieser Tour, geplant. Als dann alle Wanderer beim Startpunkt in Dreistetten eingelangt waren, gab's gleich eine Stärkung - Eli's berühmten Topfenstrudel. Nur so scheint man eine "Horde" dieser Größe im Zaum halten zu können, an strategisch-pädagogischem (Durchsetzungs-)Vermögen dürfte es Eli nicht mangeln! Dem nicht genug, tischt Rosmarie noch köstliche selbstgemachte Mohnschnecken auf - "Mei, sind die lecker!" So lässt sich's gut wandern!

Gestärkt und bestens gelaunt starten wir pünktlich los und wählen den Drobilsteig für den Aufstieg. Unsere Hundeführer nehmen, begleitet von Mathilde und Pablito, den normalen Wanderweg. Das Wetter spielt trotz umherziehender Gewitterwolken bestens mit, bei den Steigleitern wandern sogar manche Jacken in den Rucksack. "So nah bei Wien und doch so viel Natur!", "Taugt mir total!". Die Hohe Wand bietet eben mehr!

Nach dem erlebnisreichen Aufstieg passieren wir das Herrgottschnitzerhaus und erreichen pünktlich zu Mittag den Gasthof Postl. Gut so, einige Mägen knurren schon! Aber welche Mägen, die der beiden vierbeinigen Begleiter? Nein, die waren recht brav! Der Gasthof bietet auf jeden Fall leckere Speisen, was die Wartezeit aufs Essen wohl rechtfertigt. Als wenn unser Tatzelwurm nicht lang genug wäre, gesellen sich noch unsere Kletterer Karin, Tronje und Peter sowie Urknall-Wolfgang hinzu, das Forum muss an diesem Tag "menschenleer" gewesen sein!

Frisch gestärkt geht's zum umstrittenen Skywalk weiter. "Da bläst ja ordentlich der Wind!". Marilyn Monroe hätte ihre Freude am Boden-Gitter gehabt!

Wie war das mal mit Packlisten und anderen wichtigen Dingen? Gut, dass wir doch recht gut ausgerüstet unterwegs sind, da diesmal Karin genau das Richtige dabei hatte! Beim Abstieg in den Leitergraben treffen wir nämlich auf eine Wandergruppe und eine Frau, die einen Kreislaufzusammenbruch erlitten hat. Durch Karins Kreislauftropfen geht es ihr bald wieder besser und wir können getrost weiterwandern.

Beim Hubertushaus eine kurze, sonnige Rast auf der Wiese. Ein Hubschraubereinsatz erregt unsere Aufmerksamkeit - eine Wanderin soll sich auf einem Steig (Springlessteig?) verletzt haben. So schnell kann es gehen, wird einem bei so einem Erlebnis bewusst.

Wir wandern weiter am Grat der Wand entlang und genießen die herrliche Aussicht. In Etappen erreichten wir die Eicherthütte. Die ersten Ankommenden posieren für das obligatorische Gipfelkreuzfoto, dann aber rasch zur Jausen-Einkehr! Vor der Hütte gibt es sonnige Platzerl, die im Nu besetzt waren. Der Hüttenwirt versorgt uns recht flott - Palatschinken gibt es sogar in XL-Größe. Die haben uns eines gelehrt: Man soll XL-Palatschinken nie über Teller- und Tischrand ragen lassen, vor allem dann nicht nicht, wenn Vierbeiner in der Nähe sind - schnapp!

Alle unterhalten sich prächtig, mancher Wandervorschlag macht die Runde: "Eine Wanderung mit Sommerrodelbahn, das wäre mal auch was für unsere Kids!". "Ja, da sause ich auch gerne als "Großer" runter!"
"Wer ist jetzt die K-Erbse, heißt das Kichererbse?" "Könnte auch Knallerbse heißen!" Wenn Nicks zu Menschen werden, ist's immer spannend!

Nach unserer zweiten Rast wandert der Großteil zum höchsten Punkt der Hohen Wand, zum Plackles, wo man aber nicht viel sieht.
Danach sammeln wir wieder die Sonnenhungrigen bei der Eicherthütte auf und steigen über den Grafenbergweg ab. Bockerl (steirisch: Tschurl) und Schotter säumen den Weg. Beim Abstieg kommt angenehm warmer Wind auf, der einen herrlichen Duft nach Nadelwald in sich trägt - und eine Gämse, auch das gehört zu einem ordentlichen Hohe-Wand-Programm!

An unserem Endpunkt, dem Seisertoni, warten die zuvor abgestellten Fahrzeuge. Dort gibt es für unsere Eli einen verdienten Applaus. Die letzten Mehlspeisen werden verteilt und Eli lässt es sich nicht nehmen, eine ordentliche Schlussrede zu halten. Welch gelungene Wanderung!

Übrigens, die Hohe Wand war auch das allererste Wanderziel unserer Gemeinschaftstouren. Wir waren damals genau drei Wanderer! Ja, Leute, so klein hat es angefangen - unser Gipfeltreffen ...

Kommentare

alice58 (Eli): 64 Füße und 30 Köpfe stapften heute bestens gelaunt über die Hohe Wand! Die ganze komplizierte Organisation hat dank der Mitarbeit und Disziplin aller Beteiligten perfekt funktioniert! Und Petrus tat das Seine und hielt die Gewitterfront lange genug auf, sodass wir gemütlich den ganzen Tag nutzen konnten.
Alle waren sehr begeistert und natürlich hat es auch mir selbst sehr gut gefallen! Auch Topfenstrudel und Mohnschnecken haben großen Anklang gefunden.
Und noch ein Rekord!! Der G-Faktor (Gipfeltreffen-Faktor) dieser Wanderung beträgt unglaubliche 238!!! Gesamtdauer der Tour mal Anzahl der Teilnehmer: 8,5 Gesamtgehzeit x 28 Teilnehmer = 238!!!

pablito: Ein dreimaliges Hoch der Organisationsfrau Eli. Viele liebe & nette LeutInnen kennen gelernt, viel gelacht und und und ...

Mathilde: Ein herzliches Dankeschön 1) an Eli (wie leicht wandert es sich, wenn der Weg vorgegeben, der Tisch reserviert und die Rückfahrt organisiert ist), 2) an Pablito für die botanische Führung!

Chipsy: ... es gibt ihn WIRKLICH! ... Nein, nicht den YETI, sondern den sagenumwobenen ! ! ! T A T Z E L W U R M ! ! ! Dank Elis Trillerpfeife tanzte keines seiner 64 Beine aus der Reihe und aus seinen 30 Köpfen sprudelten heitere Geschichten, spannende Anekdoten und so manche Pointe. (2 Köpfe haben sogar gebellt! *wuff*).
Ein Hoch auf unsere Eli für die gelungene Organisation und allen Mitwanderen für einen unvergesslichen Tag!

k_erbse: Ich möchte auch nicht verabsäumen, mich bei Eli für ihre Mühe zu bedanken. Sie hat sich wirklich gelohnt, denn der Tag war perfekt (inklusive Arrangement mit Petrus).
Es war meine erste Gipfeltreffen-Wanderung und ich habe mich in dieser Runde sehr wohl gefühlt! Also kann ich euch versprechen: Ihr seht mich wieder!

Eva: Danke auch von mir! Für die tolle Organisation und die wunderschöne Wanderung. Nicht zu einfach, nicht zu schwierig - und die Hütten und Pausen waren immer genau dort, wo sie sein sollten. Super! Endlich wird es Frühling und endlich geht's wieder los mit dem Wandern. Und heuer bin ich auch öfter dabei! Habe auf dieser Wanderung viele neue nette Leute kennengelernt und freue mich schon auf weitere Gelegenheiten.

Hund: Wuff!

Schwierigkeiten:
Keine
Höhenmeter: Etwa 600-700 in Auf- und Abstieg
Gesamtgehzeit: ca. 5-6 Stunden
Beste Jahreszeit: Frühjahr
Kinder: Für Kinder etwas zu lange
Hund und Katz': Gut geeignet
Ausrüstung: Pack-Checkliste >>>
Einkehrmöglichkeiten:

Prinzipiell in jedem der erwähnten Häuser möglich (außer im geschlossenen Hanselsteighaus), als Mittagsrast bieten sich entweder Hubertushaus oder Eicherthütte an.

Karte: Freytag & berndt "Wanderatlas Wienerwald"