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KulTour

Hundsheimer Berg

31. Juli 2004, Hainburg-Lobau

Hundsheimer Berg

Text/Bilder: Johnny, mit Rita

Intro

Eingebettet in eine märchenhafte Landschaft liegt Hainburg umgeben von zwei Weltstädten - Wien und Bratislava. Hainburg mit seinen malerisch engen Gässchen und zahlreichen Bauwerken repräsentiert Architekturstile aus mehreren Epochen. Stark befestigte Stadttore und Türme sind und waren durch alle Jahrhunderte ein Symbol für Schutz und Sicherheit.
Als Gründungsjahr für Hainburg gilt das Jahr 1050, als Kaiser Heinrich III. den Auftrag erteilte, die Burg auf dem Schlossberg zu bauen.


Anfahrt & Aufstieg

Bahnhof (161 m) – Schlossberg und Heimoburg (291 m) – Weißes Kreuz (340 m) – Hundsheimer Berg (480 m)

HU ca. 350 m / GZ 2 Stunden


Heimoburg


Der Schofhirt mit seiner Rita

Vom Bahnhof folgt man dem Wegweiser in Richtung Altstadt, geht durch das Fischertor und gelangt nach kurzer Zeit auf den Hauptplatz. Auf der Hauptstraße links kommt man zum Ungartor. Dort rechts, etwas ansteigend der Stadtmauer entlang in Richtung Schlossberg.

Nach dem Friedhof im Wald wird es etwas steiler, bis man nach einigen Kehren die Heimoburg erreicht. Der Innenhof wird von hohen Mauern umschlossen. Ein Rundgang um die Burg lohnt der eindrucksvollen Aussicht wegen auf jeden Fall.

Auf der, dem Aufstiegsweg gegenüber liegenden, südlichen Seite durch das große und nach wenigen Metern durch das äußere Tor. Von da an steil hinunter zum Sportplatz. Kurz rechts und unterhalb des Sportplatzes am Sportweg hinüber zur Hummelstraße. Diese links hinauf und am Waldrand halbrechts der gelb-weißen Markierung (Schranken) nach. Bei der nächsten Kreuzung kurz links und sofort wieder rechts am ansteigenden Waldweg weiter. Nach einiger Zeit erreicht man das Weiße Kreuz.

Dort rechts, dem Schild mit der Aufschrift Gipfel folgend. In einer scharfen Rechtskurve gerade weiter über ein paar Treppen und auf einem schmalen Weg wenige Schritte zum Waldrand. Dort wieder rechts am Rücken des Hundsheimer Berges noch einige Zeit bis zum Gipfelkreuz mit Gipfelbuch.

Dort befindet sich auch die Hundsheimer Hütte, ein von den "Freunden des Hundsheimer Berges" errichteter offener Unterstand.

Gipfelkreuz und Hundsheimer Hütte
Gipfelkreuz und Hundsheimer Hütte

Abstieg

GZ 1 Stunde

 

Beim Abstieg den Aufstiegsweg geradeaus weiter bis zu einer gelb-weißen Markierung. Ein Wegweiser leitet nach Hainburg. Nach kurzer Zeit bei einer Gabelung im Wald rechts der Markierung folgend. Danach führt der Weg in mehreren Serpentinen hinunter, bis man die ersten Häuser Hainburgs erreicht und wieder auf der Hummelstraße steht. Diese links hinunter, an deren Ende befindet sich das Wiener Tor. Durch dieses kommt man auf der Wiener Straße wieder auf den Hauptplatz zurück.

Sehenswürdigkeiten am Weg

Die Burgruine:
Um 1050 erteilt Kaiser Heinrich III. den Auftrag die Heimenburg zu bauen. Diese war zwischenzeitlich im Besitz der Babenberger und später der Habsburger, bis sie 1629 zum Eigentum der Stadt Hainburg wurde. Die erste schriftliche Nennung der „Heimoburg“ erfolgte im Nibelungenlied.

Fischer Tor:
Es ist dies das kleinste und jüngste Tor. Man findet es, wenn man vom Hauptplatz durch die Blutgasse geht, die wieder an ein schreckliches Gemetzel während der zweiten Türkenbelagerung um 1683 erinnert, bei dem nahezu ganz Hainburg ausgerottet wurde.

Ungar Tor:
Dieses romanische Tor ist das älteste von Hainburg und wurde im Jahr 1230 erbaut. Das Ungartor besteht aus zwei Teilen, einem schräg zur Stadtmauer gestellten (ursprünglich viergeschossigen) Turm, an den eine nach oben hin offene Torhalle angebaut wurde, die bis in die zweite Etage des Turmes reichte.

Wiener Tor:
Es ist dies das größte mittelalterliche Stadttor Europas und wurde im 13. und 14. Jahrhundert gebaut. Über dem 20 Meter hohen Tor befindet sich eine 11 Meter hohe (abtragbare) Dachkonstruktion. Bemerkenswert erscheint, dass dieser monumentale Torbau nicht nur den Türkensturm von 1683, sondern auch die folgenden Kriegsereignisse im Laufe der Geschichte ohne größere Beschädigung überstand. Erst in den siebziger Jahren unseres Jahrhunderts setzte der Schwerverkehr dem Wienertor so stark zu, dass in den Jahren 1976-1977 eine umfassende Sanierung durchgeführt werden musste. Heute ist im Turm das Stadtmuseum beheimatet.

Der Braunsberg:
Vom Schlossberg sieht man in nördliche Richtung den Braunsberg, der auch zusätzlich von Hainburg leicht in einer Stunde erstiegen werden kann. Auf dem Braunsberg erstreckte sich eine bedeutende keltische Wallburg, die im 2. Jahrhundert vor Christi errichtet wurde. Der Erdwall der keltischen Siedlung ist noch als archäologisches Kulturdenkmal im Gelände zu erkennen. Ein Wanderweg folgt ihm und führt zu einer Rekonstruktion eines Befestigungswerkes mit Holzpalisade, die durch eine Holzkonstruktion mit der dahinter angeschütteten Erdrampe gestützt wird. Der Turm ist ebenso wie die Palisade in den originalen Pfostengruben wieder errichtet worden.


Schwierigkeiten:
Keine
Höhenmeter: Etwa 350 in Auf- und Abstieg
Gesamtgehzeit: ca. 3 Stunden
Beste Jahreszeit: Frühling bis Herbst
Kinder: Einfache Tour, die allerdings etwas Kondition voraussetzt. Das Gipfelplateau mit dem Kreuz und dem Gipfelbuch eignet sich hervorragend für eine ausgedehnte Pause.
Hund und Katz': Gut Geeignet
Ausrüstung: Pack-Checkliste >>>
Einkehrmöglichkeiten:

Erst am Ende der Tour in Hainburg

Karte: Freytag & berndt WK 013 "Lobau-Hainburg", 1:50 000
Österreichische Karte BEV 61, 1:50 000
Turistická Mapa Nr. 127 "Malé Karpaty–Bratislava", 1:50 000
Internet:

www.hainburg.at
www.wienertor.at