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Mountainbiken rund um Wien

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Im Joglland

Rabenwaldkogel

Steirisches Joglland, April 2004

Text/Bilder: Johnny, mit Tanja, Rita + Shin & Nena

Intro

Das Steirische Joglland (auch "Joggel-" oder "Jakelland") bezeichnet die waldreiche Mittelgebirgslandschaft der Oststeiermark zwischen Wechsel, Feistritz und dem Alpenrand. Der Name rührt vom Hauptort St. Jakob im Walde (mundartliche Form von Jakob "Jakl" oder "Joggl") her.
Dominiert wird das Joglland vom Rabenwaldkogel, 1280 m, einem gutmütigen Hügel, an dessen Gefielden sich vor allem Familien wohlfühlen werden.


Anfahrt & Aufstieg

Kraftwerk (395 m) – Kreilkogl (869 m) – Rubland (1000 m) – Rabenwaldkogel (1280 m) - KrughofKreilkogl (869 m) – Kraftwerk (395 m)

HU ca. 900 m / GZ 4 Stunden

Am Kreilkogl
Am Kreilkogl

Das Schwaigkreuz
Das Schwaigkreuz

Von Wien kommend auf der Südautobahn (A2) bei Hartberg abfahren und auf der B54 Richtung Graz. Von Graz kommend bei Gleisdorf abfahren und auf die B54 Richtung Wien. Zwischen Hirnsdorf und Kaindorf biegt man zum Stubenbergsee ab. Man fährt am Ort Stubenberg links vorbei bis zum Parkplatz beim Kraftwerk unterhalb der Burg Neuhaus.

Vom Ausgangspunkt steigt man auf dem Wanderweg Nr. 15 zur Burg Neuhaus auf. Kurz vor der Überquerung einer Straße wechselt man auf die Markierungsnummern 32 und 33. Von hier auf vorbildlich markierten Waldwegen bis zum Kreilkogl. Nach etwas mehr als einer Stunde war die Überraschung groß, weil zwischen Bäumen auf einem Hügel das Gipfelkreuz errichtet wurde. Da dieses erst 1997 aufgestellt wurde, erklärt auch, warum selbiges auf meiner Wanderkarte (1995) noch nicht verzeichnet war.

Nach dem Gipfelfoto, der Gipfelbucheintragung und einer kleinen Pause Fortsetzung der Wanderung.

Zunächst knapp 30 Höhenmeter abwärts. Auf der Straße biegt man rechts ab und nach einem kurzen Stück links die Wiese hinauf am Rand des Bauerhofes. Der markierte Weg geht an dieser Stelle zwar quer durch das Grundstück, allerdings wollten wir etwaige Konfrontationen mit dem Bauernhofwauzi vermeiden. Nach einem kurzen Stück überquert man die Straße ein weiteres Mal und folgt der Markierung Richtung Norden bis man direkt beim Ortsanfang von Rubland auf einer Seehöhe von exakt 1000 m steht.

Wieder geht man ein Stück auf der Straße und biegt danach links ab. Dabei führt die Markierung kurz durch das Bergbaugelände und man sollte die Warnhinweise beachten. Danach geht es vorbei am Schwaigkreuz und lange Zeit am rechten Rand des Talkbergwerks. Übrigens war ich sehr überrascht über die vielfältigen Einsatzgebiete dieses Rohstoffs.


Wissenswertes über Talk

Der Abbau erfolgt in einem Tagebau in der Region Rabenwald bei Weiz. Es wird Talk und Leukophyllit abgebaut und die Mineralien zu hochwertigen Produkten für die Industrie verarbeitet. Die herausragenden Eigenschaften des Rohstoffes Talk liegen in der plättchenförmigen Struktur, der Wasser abweisenden Beschaffenheit und in der besonderen Weichheit.
Talk ist in der Lebensmittelindustrie als Magnesiumsilikat oder als E553a bekannt und wird vor allem als Trennmittel für Süßwaren und Kaugummi, Kochsalz und Kochsalzersatz, Komprimate, Nährstoffzusätze verwendet.


Die Schofhirts-Familie

Es dauert eine Weile, bis man in einer scharfen Linkskurve ein Jagdhaus nahezu umrundet. Etwas später findet sich der erste Wegweiser mit der Aufschrift "Rabenwaldkogel".

Nach einer fast 180 Grad-Kehre werden die Markierungen spärlicher und man darf sich nicht davon irritieren lassen, dass man wieder kurz bergab muss, obwohl der Höhenmesser schon die Gipfelhöhe anzeigt. Geradeaus weiter über eine Lichtung, dann leicht bergauf und wieder in den Wald hinein. Nach wenigen Minuten sollte man nicht das unauffällige Taferl versäumen, von dem aus es noch 5 Minuten bis zur kleinen Anhöhe mit dem Gipfelkreuz des Rabenwaldkogels mitten im Wald dauert.

Rast am Gipfel des Rabenwaldkogels
Rast am Gipfel des Rabenwaldkogels

Abstieg

GZ 2 ½ - 3 Stunden

 

Salamander
Ein besonderer Wegbegleiter

Nach der ausgedehnten Rast machten wir uns an den Abstieg. Zuerst gehen wir zurück zum Feldweg und links den Aufstiegsweg hinab. Nach wenigen Minuten kommt man zu einer Weggabelung, an der wir rechts den Weg 10 weiterfolgen. Dieser Weg führt uns auf der anderen Seite des Bergwerksgeländes vorbei. Schon bald stapfen wir auf einem breiten Schotterweg und kommen nach ungefähr einer Stunde nach Krughof und Polzhof. Kurz vor dem Wirtshaus Jocherl biegen wir links ab. Wir wandern auf der Asphaltstraße und kommen nach einem Kilometer zu der Stelle, wo man auf den Aufstiegsweg trifft. Bei der Markierung rechts in den Wald und über den Kreilkogl wieder zum Ausgangspunkt hinab.

Als Variante wäre auch möglich, oberhalb des Kreilkogls bzw. beim Wirtshaus Jocherl die Rundwanderung zu beginnen. Damit würde sich die Gehzeit um mehr als 2 Stunden verkürzen.

Die Hunde des Schofhirten
Hundemüde ...

Schnapslehrpfad

Sollte noch Zeit übrig sein, so kann ich noch eine Besichtigung des 1. Österreichischen Schnapslehrpfads nördlich vom Stubenbergsee beim Hödl Hof empfehlen:
Bei einem gemütlichen Spaziergang durch die Obstgärten erfährt man via Informationstafeln alles Wissenswerte über die Herstellung feinster Edelbrände. Von der Kultivierung alter Obstsorten, wie Rosenapfel oder Herbstbirne, über den entscheidenden Einfluss des pannonisch geprägten Berginselklimas, bis hin zu den geschichtlichen Hintergründen im Schnapsmuseum. Nach diesem informativen Zeitvertreib in freier Natur, steht einer Edelbrandverkostung im Buschenschank nichts mehr im Wege.


Schwierigkeiten:
Keine
Höhenmeter: Etwa 900 HM im Auf- und Abstieg
Gesamtgehzeit: 6 ½ - 7 Stunden
Beste Jahreszeit: Jederzeit möglich
Kinder: Nur für sehr konditionsstarke Kinder. Viele Bauerhöfe mit verschiedenen Tieren.
Hund und Katz': Gut geeignet
Ausrüstung: Pack-Checkliste >>>
Einkehrmöglichkeiten:

Am Weg direkt keine. Mit etwas Glück hat ein Heurigenlokal ausgesteckt.

Karte: Freytag & berndt WK 131 "Grazer Bergland – Schöckl – Teichalm - Stubenbergsee", 1:50 000
Internet:

www.stubenbergsee.at
www.hoedlhof.at