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All-Seasons-Tour für die ganze Familie

Der Romantische Bründlweg
am Pogusch

Der Romantische Bründlweg

November 2006

Text/Bilder: Thomas Rambauske

Intro

"Marschierts gmiatlich los - ob Groß oder Klein, da Bründlweg wird eich alle gfrein", lautet eine Kurzbeschreibung des "Romantischen Bründlwegs" am Pogusch. Der Spruch hat was Wahres. Der "Romantische Bründlweg" ist - bei Schönwetter - wirklich durchaus romantisch und eignet sich ideal zum Auslüften und Austoben. Die Rundtour, eine Kombination aus stets geräumten Forststraßen, Hofzufahrten und Waldsteigen, gehört zu den ganzjährig benutzbaren All-Seasons-Touren, die sich bei Wind & Wetter, Sonne & Schnee, mit Kind & Kegel, Oma & Opa leicht und gefahrlos begehen lässt. Gemütlich schlendert man hier durch Wald & über Wiese und begegnet immer wieder Wasserläufen, nach denen der Weg benannt wurde: "Bründlweg". In manchen am Weg gelegenen Häusern hat man sich auf die Gäste eingestellt und bietet Gärten und Stuben zum Verweilen. Man trifft sich in geselligen Runden in urigen Gehöften, ruht aus oder lässt sich etwas über die Gegend erzählen. Ja, am Pogusch geht's noch gemütlich zu - und romantisch.


Route

Wirtshaus Steirereck am Pogusch (Parkplatz, 1059 m) - Jausenstation Friedmanner - Jausenstation Schäffer-Huber - Mostschenke Hocheggerhof (1185 m, hier Variante über das Hocheck zur Himmelreichkapelle) - Mostbuschenschenke Herrbauer - Jausenstation Himmelreichbauer-Förstner - Siegelbauer - Pogusch (2-3,5 Stunden, mit Hocheck, 1324 m, eine halbe Stunde mehr; 200 Hm, mit Hocheck 150 Hm mehr)

HU ca. 200 (mit Hocheck + 150), GZ 2-3 ½ Stunden (mit Hocheck + 30 Minuten)

 

 

Die originelle Beschilderung ist absolut deppensicher.
Die originelle Beschilderung ist absolut deppensicher.

 

Die Himmelreichkapelle
Die Himmelreichkapelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Phantasievolles Tor zum Bründlweg
Phantasievolles Tor zum Bründlweg

Die Schlemmerei muss jedoch zuerst verdient werden. Eine Info-Tafel weist den Einstieg in Richtung "Friedmanner". Der Weg ist übrigens absolut deppensicher mittels in Holz eingelegter Flaschen gekennzeichnet. Gleich in einen Waldweg abgezweigt, an einer alten Mühle vorbei bis zur ersten Quelle, wo allerdings ein Schild verrät, dass sie "nur Rindviechern" vorbehalten sei. Also kosten Onkel Wilhelm und ich und befinden das Wasser als annehmbar.

Nur für Rindviecher!

Erste Schlemmerstation: der 400 Jahre alte "Friedmanner", heute eine g'schmackige Jausenstation. Nun "umi zan Gasthaus Schäffer 1 romantische Stund'", wie es geschrieben steht. Über sonnseitige, freie Almflächen inklusive Ausblick, leicht bergab und -an bis zum "Hochegger Kiabrunn". Als Weaner vermeint man natürlich zuerst, dass das Bründl von einer Automarke gesponsert sei, bis uns der Gruppen-G'scheite "Kia" in "Kühe" übersetzt. Nach etwa 15 Minuten bei der Jausenstation Schäffer-Huber. Nun fünfzehn schwitzig-steile Minuten zum Hochegger hoch. Kurz davor wieder ein Mysterium - das "Rutscherle-Putscherle Bankerl" - mit einem Holzverbau und dem Spruch "lieber Bua, gib doch Rua, es schau'n gach die Recherl zua". Wer schaut wobei zu? Der Gruppen-G'scheite: Recherl = Rehe! Klar. Aber wobei schauen sie zu? Oma/Opa denken an das Notdürftige, die Kids an das Nichtdürftige wie "Rechen-Schiaßen", die Fun-Generation an das Liebesdürftige. Jedem das Seine am Rutscherle-Putscherle-Bankerl. Bei der Mostschenke Hocheggerhof eröffnen sich zwei Möglichkeiten: Entweder umrundet man auf einer breiten Panoramastraße den breiten Wiesenrücken an der Sonnseite des Hochecks oder aber man wählt die "alpine" Variante und steigt über Weg 455 etwas steiler über einen Waldpfad zum Gipfel des Hochecks hinauf. Was der untere Weg an Ausblicken ins Mürztal beschert, kostet die alpinere Variante etwas Kraft. Die Ausblicke vom Hocheck wachsen allmählich zu, wie auch der einst weitsichtige "Hochschwabblick" beim Abgang vom Gipfel leider zum kurzsichtigen "Baumblick" gerät.
Nun aber zum kulturell-religiösen Höhepunkt der Tour: die idyllisch gelegene, 1660 erbaute Himmelreichkapelle.

Hier darf der Onkel endlich predigen ... oder auch nicht.
Hier darf der Onkel endlich predigen ... oder auch nicht.

Von der Freiluftkanzel könnte der Onkel endlich jene Predigt halten, die er schon über Jahrzehnte auf Lager hat. Interessiert aber noch immer keinen, also weiter. Auf einem Waldweg direkt zum Poguschsattel hinab oder weiter auf dem Bründlweg zum Himmelreichbauern und zu einer Riesentanne, wo Höhe und Alter geschätzt werden dürfen. Der Schätzmeister erhält als Geschenk ein Wochenende für zwei Personen in einem Romantikzimmer der Steirischen Romantik. Anschließend zum Aussichtsplatz "Veitschblick" und zuletzt leicht bergauf auf einem Waldsteig zum Pogusch und also zum Gourmettempel Steirereck zurück. Gewichtskontroll-Alarmstufe Rot.


Das Steirereck

Der "beste Gasthof Österreichs", das "Steirereck", ist Das Steirereckein Haus, für "beinharte Schöpfer und faule Hund, für Bauern und Geschäftemacher, für Denker und Deppen, für ultra coole Kids und über drüber hyper Typen". So die Selbstbeschreibung.
Betrieben wird es von der Familie Reitbauer, die auch das Wiener "Steirereck" führt.
Das Wirtshaus besteht aus mehreren alten Gebäuden, die in der Umgebung abgetragen und hier wieder aufgebaut wurden. Alt und neu wurde mit liebevoll ausgesuchten Details zu einem stimmigen Ensemble kombiniert. Alles strahlt Großzügigkeit aus; es gibt viel zu schauen. Ein gewöhnliches Wirtshaus ist das nicht. Allein die Käseecke beim Eingang beeindruckt. Die Sorten stammen aus Österreich und entsprechen der Philosophie des Hauses: regional bleiben.


Schwierigkeiten:
Keine
Höhenmeter: Etwa 200 in Auf- und Abstieg (mit Hocheck + 150 Hm)
Gesamtgehzeit: 2-3 ½ Stunden (mit Hocheck + 30 Minuten)
Beste Jahreszeit: Jederzeit möglich, die Wege sind auch im Winter geräumt
Kinder: Viele Rastmöglichkeiten, eine Mühle, Bänke, Quellen und andere kleine Abenteuer am Weg machen diese Rundtour zu einem idealen Ausflug für Kinder ab 7.
Hund und Katz': Gut geeignet
Ausrüstung: Pack-Checkliste
Einkehrmöglichkeiten:

Viele ... Siehe Tourenbeschreibung oben

Karte: Freytag & Bernd WK 041 "Hochschwab - Veitschalpe - Eisenerz - Bruck/Mur", 1:50 000
Internet:

www.steirische-romantik.at, www.bruendlweg.at