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Mountainbiken rund um Wien

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Das fehlende "Dann"

Hocheck

Mit Stan & Olli

1037m, Wienerwald

Bei der alten Mühle nahe Ebersdorf

Von Thomas Rambauske

Intro

Ein Wegweiser am Gipfel des Hochecks deutet auf ein Wirrwarr von Farben und Markierungen hin: Aber keine Angst, sämtliche Wege am östlichsten "Tausender" der Alpen leiten selbst Kurzsichtige klar und deutlich bis zum höchsten Punkt mit seiner großartigen Weitsicht ...
Wie das benachbarte Kieneck bietet auch das Hocheck jede Menge reizvoller Routen, von Jung und Alt, Schnell und Langsam gleichermaßen problemlos schaffbar - nur auf die vielen "Dann's" sollte man aufpassen ...

Wirrwarr?

Aufstieg

Eberbach - Hocheck (F. Meyringer Warte, 1037m)

HM ca. 600 / GZ 1,5 Stunden

 

Die F. Meyringerwarte

Wir stellen das Auto am besten in Eberbach (zwischen Weissenbach a. d. Triesting und Kaumberg), gleich bei der blau markierten Abzweigung Richtung Sulzbach ab.
In Eberbach sollte man sich tunlichst still verhalten, um die kleine verträumte Siedlung nicht zu wecken. Über Wiesen, auf denen sich im Frühling Primeln, Krokussen und Schneeglöckerln staun, an einem gemauerten Marterl und manchem noch im Winterschlaf befindlichen Gehöft vorbei.
Der anfangs über freie Wiesen führende Güterweg verengt sich dann zu einem steileren, aber durchaus reizvollen Waldweg. Nach einer Stunde gelangen wir an jene Kreuzung, die wir beim Abstieg nicht übersehen dürfen, zweigt doch hier unsere Route in Richtung Tasshof-Haltestelle ab. Gleich nach dieser Abzweigung eine hübsche Alm, wo es sich gemütlich liegen und sonnenbaden lässt, bevor man zur letzten Etappe auf das Hocheck ansetzt.

Nach 1,5 Stunden bereits am Gipfel (Hocheck-Schutzhütte), wo es einiges zu bestaunen gibt: Das Soldaten-Denkmal z.B. oder die F. Meyringer-Warte (1974 erbaut vom Österreichischen Touristenklub, Sektion Triestingtal. Franz Meyringer, geb. 12.2.1901, gest. 7.8.1980, war Vorstand der ÖTK-Sektion Triestingtal und Ehrenmitglied der Sektion. Danke für diese Auskunft, Eli!). Steigt man hinauf, erleichtern Schilder am Geländer die Orientierung darüber, was es denn alles zu sehen gäbe, was zu sehen sein könnte, wenn das Wetter die Sicht auf das zuließe, was hier geschrieben steht:

  • S: Schneeberg, Rax, Gippel, Schneealpe
  • O: Wiener Becken, Wechsel, Peilstein
  • N: Tullner Feld, Anninger, Peilstein
  • W: Ötscher, Donautal, Schöpfl

Mancherbuchs wird sogar behauptet, man könne sogar den Milleniumtower von Wien sehen ...

Na schön - i hob nix g'sehn ...


Abstieg:

Hockeck - Kienberg - Matrasweg - Sulzbach - Eberbacher Höhe (464m) - Eberbach

GZ 1,5 Stunden

Nun bis zur oben erwähnten Abzweigung zurück (20 Minuten), den gelb markierten Matrasweg, einen einsamen Kammsteig, über die sanften Höhen des Kienbergs bis zur Abzweigung kurz vor der Haltestelle Tasshof, wo nun nicht mehr gelb, sondern blau die Richtung zur Eberbacher Höhe weist. Ich muss zugeben, schon dieses erste "Dann" des Tages hat mich vollkommen aus der Bahn geworfen, zumal das nächste "Dann" dann nicht mehr zu finden war! Querfeldein, feldquerauf und aufquerein, irgendwie aber doch bin ich dann irgendwo an eine kleine Sehenswürdigkeit gestoßen, ein vor kurzem errichtetes Wasserrad, dem Stan & Olli aus einem Garten her zusehen (siehe Bild ganz oben). Eine Bank lädt hier zum "berauschenden" Rasten ein, während die Mühle ohne Unterlass werkt.
Dann hier von dannen und weg- und "Dann"-los nach hinnen über die Eberbacher Höhe (ca. 40 Höhenmeter), dann wieder bergab nach Eberbach zum Ausgangspunkt zurück.

Diese letzte Etappe des "Dann ... dann ... dann"-Weges ist so sicher nicht zu empfehlen, ich werde eines Tages zurückkehren und das fehlende "Dann" suchen, das mich so in die Irre geführt hat. Es müsste irgendwo zwischen Gelb und Blau liegen, wer es findet, möge es mir bitte mitteilen und zusenden (Meine Adresse: Hier, dann links, dann geradeaus bis dort, wo ich dann wohne).


Schwierigkeiten:
Keine, bis auf die vielen "Dann's" ...
Beste Jahreszeit: Immer und bei fast jedem Wetter
Gesamtgehzeit: 3-3,5 Stunden
Höhenmeter: Etwa 600 m in Auf- und Abstieg
Kinder: Ab 8 Jahre. Sehens- und Entdeckenswürdigkeiten gibt es hier en masse: Blumenpölster, Rinnsale, Almwiesen, Viecher und andere Menschen, die Warte und das Wasserrad. Die Hütte bietet überdies einen optimalen Rastplatz.
Ausrüstung: Pack-Checkliste >>>
Einkehrmöglichkeit: Hocheck-Schutzhaus, 1037 m
Karte: ÖK 57 "Neulengbach", ÖK 75 "Puchberg"; Freytag & Berndt Wanderkarte "Wienerwald" (1:50.000)
Informationen:

Das Hockeck-Schutzhaus (Österreichischer Touristenklub) ist ganzjährig bewirtschaftet, nur freitags hält man Ruhetag. Tel.: 02673/2306 oder 0664/1017583.

Weissenbach liegt im Herzen des Triestingtales, und am Rande des größten Schwarzföhrengebietes Mitteleuropas.
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