Ein
Wegweiser am Gipfel des Hochecks deutet auf ein Wirrwarr von Farben und
Markierungen hin: Aber keine Angst, sämtliche Wege am östlichsten
"Tausender" der Alpen leiten selbst Kurzsichtige klar und deutlich
bis zum höchsten Punkt mit seiner großartigen Weitsicht ...
Wie das benachbarte Kieneck bietet auch das Hocheck jede
Menge reizvoller Routen, von Jung und Alt, Schnell und Langsam gleichermaßen
problemlos schaffbar - nur auf die vielen "Dann's" sollte man
aufpassen ...
Aufstieg
Eberbach
- Hocheck (F. Meyringer Warte, 1037m)
HM
ca. 600 / GZ 1,5 Stunden
Wir
stellen das Auto am besten in Eberbach (zwischen Weissenbach
a. d. Triesting und Kaumberg), gleich bei der blau markierten
Abzweigung Richtung Sulzbach ab.
In Eberbach sollte man sich tunlichst still verhalten, um die
kleine verträumte Siedlung nicht zu wecken. Über Wiesen, auf
denen sich im Frühling Primeln, Krokussen und Schneeglöckerln
staun, an einem gemauerten Marterl und manchem noch im Winterschlaf
befindlichen Gehöft vorbei.
Der anfangs über freie Wiesen führende Güterweg verengt
sich dann zu einem steileren, aber durchaus reizvollen Waldweg. Nach
einer Stunde gelangen wir an jene Kreuzung, die wir beim Abstieg nicht
übersehen dürfen, zweigt doch hier unsere Route in Richtung
Tasshof-Haltestelle ab. Gleich nach dieser Abzweigung eine hübsche
Alm, wo es sich gemütlich liegen und sonnenbaden lässt, bevor
man zur letzten Etappe auf das Hocheck ansetzt.
Nach
1,5 Stunden bereits am Gipfel (Hocheck-Schutzhütte),
wo es einiges zu bestaunen gibt: Das Soldaten-Denkmal z.B. oder die
F. Meyringer-Warte (1974 erbaut vom Österreichischen Touristenklub,
Sektion Triestingtal. Franz Meyringer, geb. 12.2.1901, gest.
7.8.1980, war Vorstand der ÖTK-Sektion Triestingtal und Ehrenmitglied
der Sektion. Danke für diese Auskunft, Eli!). Steigt man hinauf,
erleichtern Schilder am Geländer die Orientierung darüber,
was es denn alles zu sehen gäbe, was zu sehen sein könnte,
wenn das Wetter die Sicht auf das zuließe, was hier geschrieben
steht:
S:
Schneeberg, Rax, Gippel, Schneealpe
O:
Wiener Becken, Wechsel, Peilstein
N:
Tullner Feld, Anninger, Peilstein
W:
Ötscher, Donautal, Schöpfl
Mancherbuchs
wird sogar behauptet, man könne sogar den Milleniumtower von Wien
sehen ...
Nun
bis zur oben erwähnten Abzweigung zurück (20 Minuten),
den gelb markierten Matrasweg,
einen einsamen Kammsteig, über die sanften Höhen des Kienbergs
bis zur Abzweigung kurz vor der Haltestelle Tasshof, wo nun nicht
mehr gelb, sondern blau die Richtung
zur Eberbacher Höhe weist. Ich muss zugeben, schon dieses
erste "Dann" des Tages hat mich vollkommen aus der
Bahn geworfen, zumal das nächste "Dann" dann nicht
mehr zu finden war! Querfeldein, feldquerauf und aufquerein, irgendwie
aber doch bin ich dann irgendwo an eine kleine Sehenswürdigkeit
gestoßen, ein vor kurzem errichtetes Wasserrad, dem Stan
& Olli aus einem Garten her zusehen (siehe Bild ganz oben). Eine
Bank lädt hier zum "berauschenden" Rasten ein, während
die Mühle ohne Unterlass werkt.
Dann hier von dannen und weg- und "Dann"-los nach hinnen
über die EberbacherHöhe (ca. 40 Höhenmeter),
dann wieder bergab nach Eberbach zum Ausgangspunkt zurück.
Diese
letzte Etappe des "Dann ... dann ... dann"-Weges ist so sicher
nicht zu empfehlen, ich werde eines Tages zurückkehren und das
fehlende "Dann" suchen, das mich so in die Irre geführt
hat. Es müsste irgendwo zwischen Gelb
und Blau liegen, wer es findet,
möge es mir bitte mitteilen und zusenden (Meine Adresse: Hier,
dann links, dann geradeaus bis dort, wo ich dann wohne).
Schwierigkeiten:
Keine,
bis auf die vielen "Dann's" ...
Beste
Jahreszeit:
Immer
und bei fast jedem Wetter
Gesamtgehzeit:
3-3,5
Stunden
Höhenmeter:
Etwa
600 m in Auf- und Abstieg
Kinder:
Ab
8 Jahre. Sehens- und Entdeckenswürdigkeiten gibt es hier en masse:
Blumenpölster, Rinnsale, Almwiesen, Viecher und andere Menschen,
die Warte und das Wasserrad. Die Hütte bietet überdies einen
optimalen Rastplatz.
Das
Hockeck-Schutzhaus
(Österreichischer Touristenklub) ist ganzjährig bewirtschaftet,
nur freitags hält man Ruhetag. Tel.: 02673/2306 oder 0664/1017583.
Weissenbach
liegt im Herzen des Triestingtales, und am Rande des größten
Schwarzföhrengebietes Mitteleuropas.