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Immer dem Storch nach ...

Katharinastein Weg

Immer dem Storch nach

Dezember 2008, Winterwanderung

Text/Bilder: Thomas Rambauske

Intro

Der Katharinastein-Weg am Fuß des Hauersteins eignet sich bestens für solche, die ohne Extra-Ausrüstung und gänzlich ungefährdet ein paar Stunden durch den Winter laufen wollen. Der Weg führt vorwiegend über geräumte (Forst)Straßen, mit dem geheimnisvollen Katharina Stein findet sich im Wald verborgen ein Highlight, mit weitsichtigen Sonnenterassen ein zweites. Und wer die Augen offen hält, wird erfahren, was es mit den Geburtstagen von Julia und dem "Holdmanfred" auf sich hat ...

Aufstieg/Route

St. Kathrein am Hauerstein – Bergbau Siedlung – Talstation Hauereck (996 m) – Haltbauer – Katharina Stein – Zeilbauer – Bloser – Edthofer – Roseggerhof

HU Pfeil uppfeil down ca. 300 m, GZ 3 Stunden

Bauernhaus
Ein Bauernhof wie zu Peter Roseggers Zeiten ...

Katharinastein
Der Katharina Stein mit den "Fußabdrücken" der Heiligen

Storchbaby
Ein sog. Babystorch gibt kund, dass hier ein neuer Erdbewohner geboren wurde.

Aufgebrochen in St. Kathrein mit robusten Schuhen, Stöcken, warmer Kleidung und sonst nix. Auf der Landstraße Richtung Bergbau Siedlung. Bei einer Weggabelung rechts, an einem Marterl vorbei, wo der Spruch Peter Roseggers "Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel braucht" zum Innehalten einlädt. Nach 30 Minuten ist die verträumte Bergbau Siedlung erreicht. Ein wenig später vor der Hauereck-Bahnbahn links hinein auf Wanderweg 12 Richtung Katharina-Stein. Hier nicht irritieren lassen vom Schild "Privat-Weg" – ruhigt weitermarschieren! Hin und wieder öffnet sich zwischen den Bäumen ein Blick hinunter in das ehemalige Bergwerksgelände und das sich darüber spannende, von Peter Roseggers besungene Gehügel der Waldheimat. In Serpentinen hoch und an Gehöften vorbei, die aussehen, als stammten sie noch aus Roseggers Zeiten. Uralte Holzwände, zum Trocken am Balkon aufgehängte Wäsche, Holzbrand-Geruch – nur die Satellitenschüssel verweist auf heutige Zeiten. Bei einer Weggabelung eine kleine Brücke über einen Bach, ein kurzes Stück durch Wald bis zum Katharina Stein, in dem sich der Fußabdruck der Hl. Katharina, der Schutzpatronin von St. Kathrein, abgebildet haben soll. Allein ein Hirtenbub, der hier seine Notdurft verrichtete, soll allerdings einen der Abdrücke zum Verschwinden gebracht haben. Das Wasser, das ganzjährig in den verbliebenen Vertiefungen liegt, soll übrigens gut gegen Warzen wirken!
Wieder zurück über die Brücke zur Weggabelung und auf der Forststraße bergab zum Haltbauer. Der nun folgende Straßenmarsch führt an mehreren Gehöften vorbei, wo man eine besondere Eigenart bemerken wird: Storch-Skulpturen mit allerlei Anhängseln wie Babywäsche, Schnuller, Windeln etc. deuten darauf hin, dass hier vor Kurzem ein neuer Erdbewohner das Licht der Welt erblickt hat. Mittlerweile ist der sog. "Babystorch" zu einem beliebten Brauch auf der ganzen Welt geworden. Auf diese Weise wird mitgeteilt: "Hier gibt es ein neues Menschenkind!" Die Geschichte des Babystorches beruht auf einer Legende, in der der germanische Gott Donar seinen heiligen Vogel (den Storch) sandte, um einem unglücklichen Ehepaar zum Kindersegen zu verhelfen. 
Undramatisch weiter Richtung am Zeilbauer vorbei, vorwiegend über sonnenseitige, freie Flächen, hin und wieder durch Wald. Man merkt, über der ganzen Gegend liegt Stille und eine Freundlichkeit, die ihresgleichen sucht: "Grüße Sie Gott, Wanderer!", wird man in den Siedlungen begrüßt. Daneben freut auch der schöne Blick über St. Kathrein, die gepflegte Landschaft und die enge, mit Humor gewürzte Verbundenheit der Steirer untereinander (siehe Bilder unten).
Beim Roseggerhof wird die Straße nach St. Kathrein erreicht. Wer weiter will zur Waldschule oder gar zu Peter Roseggers Geburtshaus, übersetzt die Straße und folgt den Wegweisern Alpl-Waldheimat oder Roseggers Geburtshaus zum Schlagobersbauern. Kurz danach ein Stück Straße bis zu jenen Serpentinen, die zum Geburtshaus und Startpunkt des sog. Christmettenwegs nach St. Kathrein hochführen. Für konditionsstarke Winterwanderer ergibt das eine hübsche, lange Tagestour. Aber das ist eine andere Geschichte ...

JuliaHödl
Wenn die Julia 18 wird, darf auch nur mehr 18 kmh gefahren werden ... / "Beim 'Holdmanfred' auf der Höh'
gehen auch die Jahre in die Höh'. ALLES GUTE ZUM 40" Dem schließen wir uns an!

St. Kathrein

St. Kathrein ist untrennbar verbunden mit dem bekannten Heimatdichter Peter Rosegger und seinen Werken. Dementsprechend pflegt das idyllische Dorf seinen Ruf als lebendiger Teil der Rosegger'schenr Waldheimat. Sei es in den kalten Wintertagen bei der schon zur Tradition gewordenen Roseggerwanderung am Heiligen Abend oder bei den diversen Ausstellungen im Kulturhaus und im Rahmen von Veranstaltungen. Mehr zu Peter Rosegger und dem sog. "Christmettenweg" ...

Ausgangspunkt:
Größere Kartenansicht
Schwierigkeiten:
Keine
Lawinengefahr:
Keine
Gesamthöhenmeter:
300 m
Gesamtgehzeit:
3 Stunden
Beste Jahreszeit:
Immer möglich
Eignung für Kinder:
Ideal, wenngleich es etwas an spielerischen Attraktionen fehlt und es meist auf Forststraßen dahingeht.
Eignung für Hund & Katz':
Ideal
Ausrüstung:
Einkehrmöglichkeiten:
Gasthof-Pension Roseggerhof
Karte:
Kompass Wander-, Bike- und Skitourenkarte Nr. 210, Wiener Hausberge: Hohe Wand, Schneeberg, Rax, Semmering, Bucklige Welt, Mürztal 1:50.000, mit Tourenführer Kompass kompakt

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