www.BergNews.com
www.bergnews.com www.bergnews.com

Mountainbiken rund um Wien

Follow us to facebook

Die künstliche Ruine

Türkensturz und Schloss Seebenstein

Bucklige Welt
Familienausflug, 9. April 2004

Tanja mit Rita

Text/Bilder: Johnny, mit Tanja, Jana, Rita + Shin & Nena

Intro

Den über der Buckligen Welt thronende Türkensturz krönt eine 1824 durch Fürst Johann I. von Liechtenstein errichtete Ruine mit dem Zeichen des Halbmondes auf den Zinnen. Bekannt ist der steil abfallende Felsen auch durch einen der kühnsten Wienerwald-Klettersteige, den Pittentaler Steig.
Der Türkensturz kann aber auch familienfreundlich von Gleißenfeld aus erreicht werden. Am Gipfel öffnet sich dann jener Furcht erregende Abgrund, in den einst die Pittentaler Bauern eine Schar meuchelnden Türken gestürzt haben sollen ...


Anreise und Ausgangspunkt:

Von der Südautobahn (A2) fährt man bei Seebenstein ab, danach rechts Richtung Süden. Auf der Bundesstraße bis zur Abzweigung nach Gleißenfeld. Dort findet man sofort mehrere Wegweiser in Richtung Sollgraben.


Wegbeschreibung

Gleißenfeld (362 m) - Türkensturz (610 m) - Schloss Seebenstein (456 m) - Gleißenfeld (362 m)

HU ca. 250 m / GZ 1 Stunde

Jana
Jana

Türkensturz
Die "künstliche Ruine" Türkensturz

 

Anfangs folgt man den Markierungen Richtung Türkensturz und Sollgraben. Man sollte sich nicht von den Zeitangaben auf den Wegweisern irritieren lassen, da diese selbst für Familien mit Kindern weit übertrieben sind. Kurz vor dem Ortsende kann man entweder auf dem markierten "Erzherzog Johann Rundwanderweg" durch den Wald steil aufsteigen oder auf der Asphaltstraße nach Sollgraben weiterwandern. In letzterem Fall erreicht man nach ungefähr 20 Minuten eine Abzweigung. Dort biegt man scharf nach links auf einen breiten Feldweg ein. Kurz vor der Ruine trifft man auf die kürzere und steilere Variante.

Hat man einmal die Unterstandshütte an der Weggabelung erreicht, sind es nur mehr wenige Schritte bis zur Ruine.

Zur Ruine "Türkensturz" erzählt die Geschichte Folgendes:

Im September 1532 wurde ein Türkenheer bei Enzesfeld-Fischau vernichtend geschlagen. Leichte türkische Reiter (Akintschi) wurden in das Pittental versprengt. Sie sollen von erbitterten Bauern über den Felsen bei Gleißenfeld gehetzt und in den Tod gestürzt worden sein - "Türkensturz".
Zur Erinnerung daran ließ Fürst von und zu Liechtenstein 1824/25 hier eine künstliche Ruine errichten (= Landschaftsschmuck der Romantik).

Zum Schloss: 40 Minuten

Von der Ruine zurück zur Unterstandshütte und dem Wegweiser nach in Richtung Seebenstein. Nach wenigen Minuten dem rechten Weg folgen und auf halbem Weg bei einer Gabelung links hinab, wobei an einem Baum ein Pfeil mit der Aufschrift "Burg" angebracht ist. Schon bald steht man auf der großen Wiese des Bergschlosses Seebenstein (Beschreibung & Geschichte siehe unten).

Am Türkensturz
Die Familie des Schafhirt'n Johnny

Rückweg

HU ca. 80 m / GZ 1 ¼ Stunden

 

Der Rückweg führt zuerst etwas bergauf bis zur schon bekannten Weggabelung, an der man nun in Richtung Sollgraben links abbiegt. Bald überquert man den oberen Rand einer Alm. Am Ende der Wiese führt der Weg steil rechts hinab. Nach kurzer Zeit fällt der Blick auf einen Bauernhof, auf der Asphaltstraße gelangt man wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Jana mit Shin
Jana mit Shin

Burg Seebenstein bei Wikipedia >>>


Schwierigkeiten:
Keine
Höhenmeter: Etwa 300 in Auf- und Abstieg
Gesamtgehzeit: ca. 3 Stunden
Beste Jahreszeit: Außer im tiefsten Winter jederzeit möglich
Kinder: Der Weg verläuft ausschließlich auf breiten Feldwegen. Lediglich bei der Ruine ist äußerste Vorsicht geboten: Absturzgefahr! Abenteuerliche Ausblicke und Geschichten, geheimnisvolle Mauern und kurze Gehzeiten machen diese Tour auch für Kinder interessant.
Hund und Katz': Gut geeignet
Ausrüstung: Pack-Checkliste Wandertag >>>
Pack-Checkliste Kinder
>>>
Pack-Checkliste Hunde
>>>
Einkehrmöglichkeiten:

Keine

Karte: ÖK 50, Blatt Nr. 106 "Aspang Markt", 1:50 000