Eine leichte,
beschauliche und einsame All-Seasons- und All-Weather-Tour. Zuerst über
eine Forststraße in Richtung "Wildalm", dann links auf
einen unmarkierten Waldsteig. Zurück auf die Forststraße
und bald auf der Hofalm, einem kleinen Stück Paradies mit
Blick auf Gippel, Göller, Mariazeller Bergland und Wiener Hausberge,
von dort weiter auf ausgetretenen Pfaden über die baumfreie Hochfläche,
vorbei an einer Jagdhütte, einer Ruine und manchen Dolinenseen, einem
Sendemast entgegen, in dessen unmittelbarer Nähe sich das
Gipfelkreuz befindet.
Da der Weg
bis dorthin kaum markiert und als Tour auch in den Karten nicht eingezeichnet
ist, gehört diese Wanderung zu den einsamsten und stillsten im Mürztal.
Gerade richtig, um Luft zu holen und die Seele wieder ins Gleichgewicht
zu bringen ...
Kinder:
ab 10
Tipps:
Überschreitung: Wildalpe - Freinsattel (1106m) - Gehöft
"Aubauer" im oberen Halltal oder von Frein her über
die Niederalm über den Ostrücken zum Gipfel (2 1/2 St.;
670Hm)
Bestens
als Skitour zum Entrosten der Latten geeignet...
Geschichte:
"Wildalm"
erklärt sich vom alten Wort "Widt"
= "Wald" her.
Der aus Gosau
stammende k. k .Schwemmmeister Georg Huebmer gründete um 1820
zusammen mit Holzknechten aus Gosau und Goisern "Lahnsattel".
Um seiner Verpflichtung, nämlich 50.000 Raummeter Holz pro Jahr nach
Wien zu schaffen, holzte er das Hoyo´sche Urwaldgebiet um
Göller und Gippel ab und ließ sogar einen 450
Meter langen Tunnel durch das "Gscheidl" an der Südseite
des Gippel graben, um nicht in Zeitverzug zu geraten. Der kostbare Rohstoff
wurde nun mit Pferden an den Fuß des Berges verbracht, mittels eines
Aufzuges bis zum Tunnelportal geschafft und dann per Wasserweg über
die Schwarza nach Wien geschwemmt.
Halltal:
bedeutend durch eine schon in kelto-romanischer Zeit genützte und
1025 urkundlich erwähnte Salzquelle, die vor etwa 300 Jahren
zugunsten des landesherrlichen Salzmonopols aufgelassen werden musste.