Eine
der kürzesten, aber auch erholsamsten Etappen des Rundumadum-Wanderweges
erwartet uns mit der Tour 5, werden doch zwei der beliebtesten Grün-Oasen
der Stadt durchlaufen: die Steinhofgründe und der Dehnepark. Hier
wird eines der typischen, aber auch verwunderlichsten Merkmale Wiens
erlebbar: weite Wiesen, Teiche, Bäche und seltene Fauna - und das
am Rande einer Großstadt.
Anfahrt
& Aufstieg
Feuerwache Steinhof - Steinhofgründe - Heschweg - Dehnepark - Linzer
Straße - Bahnhof Hütteldorf
GZ
1 Stunde
Frühlingsboten
am Weg
Der
Teich im Dehnepark
Die Buslinien
46 B, 146 B bleiben genau am Eingang zu den sog. "Steinhofgründen"
stehen, wo auch die Ottakringer Feuerwache ihr Standquartier hat. Achtung:
Die Steinhofgründe sind für Hunde tabu! Durch diesen Park
zu schlendern ist ein absolutes Vergnügen, man sollte sich dafür
mehr Zeit lassen, vielleicht sogar auf einer der Wiesen mit einer Jause
beginnen. Bänke, Tische, ein kleiner Teich, die Steinhofgründe
sind eine einzige Lichtung, auf der sich angesichts des Lainzer Tiergartens
herrlich Müßiggang treiben lässt.
Gerade
bergab bis zur unteren Begrenzungsmauer des Parks und durch ein Tor
hinaus auf den Heschweg. Von hier wären in wenigen Minuten
auch das Große und Kleine Schutzhaus Rosental erreicht.
Nach kurzer Zeit schon in der nächsten Grün-Oase Wiens, dem
Dehnepark, einem der stillsten Rückzugsorte der Stadt mit
altem Baumbestand, großem Kinderspielplatz, Bach und Ententeich.
Es macht staunen, dass hier Trüb- und Labsal, Wahn- und Natursinn
so nahe beieinander liegen. Aber so ist Wien! Im Dehnepark gilt es länger
zu verweilen, Luft zu holen, das kleine Biotop am Stadtrand zu erfühlen.
Dann aber Abschied von der Natur und rein ins Gewühl: Der Park
wird auf der Dehnegasse verlassen, die bis zur Rosentalgasse führt.
Dieser nach und man landet knallhart auf der verkehrsreichen Linzer
Straße. Diese links bis zur Bahnhofstraße und
weiter zum Bahnhof Hütteldorf (Endstelle U4).
Steinhofgründe
Die
weitläufigen Steinhofgründe waren einst ein Teil des Psychiatrischen
Krankenhauses und Pulmologischen Zentrums der Stadt Wien. In den 1950er
Jahren stand auf dem Gelände ein Mittelwellensender, von dem aus
das Programm Rot-Weiß-Rot der amerikanischen Armee ausgestrahlt
wurde. In den 1970er Jahren gab es Pläne, das Areal zu verbauen.
Da sich jedoch im Dezember 1981 bei einer Volksbefragung zeigte, dass
große Teile der Bevölkerung das Projekt ablehnten, wurden
die Steinhofgründe als von der Stadt Wien betreutes Erholungsgebiet
erhalten.
Öffnungszeiten und andere Infos unter www.wien.gv.at/wald/erholung/stein.htm
Dehnepark
Der
Dehnepark ist einer der letzten ursprünglichen Wienerwaldoasen
und aufgrund seines Altbaumbestandes und seines Lebensraumes einzigartig.
Er liegt am Osthang des Hausberges von Hütteldorf, dem Satzberg,
auf der Gegenseite an den Hängen der Steinhofgründe. Das Tal
wird durch den romantischen Rosenbach durchzogen, wo jedes Jahr im Frühjahr
die berühmte Krötenwanderung stattfindet. Das Zentrum des
Dehneparks bildet der "Dehneteich", ein künstlich aufgestauter
Teich und wichtiger Lebesraum für die hier heimisch gewordene Schmuckschildkröten.
Von großer ökologischer Bedeutung ist hier ebenfalls der
Rosenbach, der an manchen Stellen sumpfartige Lebensräume schafft.
Der Dehnepark wurde ursprünglich im Stil eines englischen Landschaftsgartens
für die Fürstin Paar, geborene Lichtenstein, errichtet. Durch
viele verschiedene Bauten, wie der Ruinenvilla aus dem späten 18.
Jd. und verschiedenen kleinen Tempeln bekam der Park erst sein biedermeierliches
Ambiente.
Der Name des Parks rührt vom Zuckerbäcker August Dehne her,
der im 19. Jd. mit seiner Konditorei am Kohlmarkt ein kleines Vermögen
verdiente, das er in Hütteldorf in ein großes, bewaldetes
Grundstück investierte. Jahrzehnte später kaufte dieses Naturparadies
der Wiener Filmregisseur Willi Forst und errichtete auf dem Gelände
eine Villa. Nach dem zweiten Weltkrieg übernahm die Gemeinde Wien
den Hain, machte den Dehnepark daraus und öffnete ihn 1973 der
Öffentlichkeit. Seither steht der Dehnepark in der Verwaltung und
Betreuung des Forstamts der Stadt Wien.
Schwierigkeiten:
Keine
Gesamtgehzeit:
ca.
1 Stunde
Beste
Jahreszeit:
Jederzeit
möglich.
Kinder:
Sicher
eine der geeignetsten Touren für Kinder, zumal es stets bergab geht
und beide Parks optimal für Ballspiele, Drachensteigen und andere
Abenteuer sind. Beide Parks sind zudem mit Spielplätzen und Teichen
ausgestattet.
Hund
und Katz':
Auf
den Steinhofgründen sind Hunde nicht zugelassen!