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Rundumadum-Etappe 5

Steinhofgründe
Dehnepark
Bhf. Hütteldorf

März 2007

Steinhofgründe, Dehnepark

Text/Bilder: Thomas Rambauske

Intro

Eine der kürzesten, aber auch erholsamsten Etappen des Rundumadum-Wanderweges erwartet uns mit der Tour 5, werden doch zwei der beliebtesten Grün-Oasen der Stadt durchlaufen: die Steinhofgründe und der Dehnepark. Hier wird eines der typischen, aber auch verwunderlichsten Merkmale Wiens erlebbar: weite Wiesen, Teiche, Bäche und seltene Fauna - und das am Rande einer Großstadt.


Anfahrt & Aufstieg

Feuerwache Steinhof - Steinhofgründe - Heschweg - Dehnepark - Linzer Straße - Bahnhof Hütteldorf

GZ 1 Stunde

Frühlingsboten am Weg
Frühlingsboten am Weg

 


Der Teich im Dehnepark
Der Teich im Dehnepark

Die Buslinien 46 B, 146 B bleiben genau am Eingang zu den sog. "Steinhofgründen" stehen, wo auch die Ottakringer Feuerwache ihr Standquartier hat. Achtung: Die Steinhofgründe sind für Hunde tabu! Durch diesen Park zu schlendern ist ein absolutes Vergnügen, man sollte sich dafür mehr Zeit lassen, vielleicht sogar auf einer der Wiesen mit einer Jause beginnen. Bänke, Tische, ein kleiner Teich, die Steinhofgründe sind eine einzige Lichtung, auf der sich angesichts des Lainzer Tiergartens herrlich Müßiggang treiben lässt.

Auf den Steinhofgründen

Gerade bergab bis zur unteren Begrenzungsmauer des Parks und durch ein Tor hinaus auf den Heschweg. Von hier wären in wenigen Minuten auch das Große und Kleine Schutzhaus Rosental erreicht.
Nach kurzer Zeit schon in der nächsten Grün-Oase Wiens, dem Dehnepark, einem der stillsten Rückzugsorte der Stadt mit altem Baumbestand, großem Kinderspielplatz, Bach und Ententeich. Es macht staunen, dass hier Trüb- und Labsal, Wahn- und Natursinn so nahe beieinander liegen. Aber so ist Wien! Im Dehnepark gilt es länger zu verweilen, Luft zu holen, das kleine Biotop am Stadtrand zu erfühlen. Dann aber Abschied von der Natur und rein ins Gewühl: Der Park wird auf der Dehnegasse verlassen, die bis zur Rosentalgasse führt. Dieser nach und man landet knallhart auf der verkehrsreichen Linzer Straße. Diese links bis zur Bahnhofstraße und weiter zum Bahnhof Hütteldorf (Endstelle U4).


Steinhofgründe

Die weitläufigen Steinhofgründe waren einst ein Teil des Psychiatrischen Krankenhauses und Pulmologischen Zentrums der Stadt Wien. In den 1950er Jahren stand auf dem Gelände ein Mittelwellensender, von dem aus das Programm Rot-Weiß-Rot der amerikanischen Armee ausgestrahlt wurde. In den 1970er Jahren gab es Pläne, das Areal zu verbauen. Da sich jedoch im Dezember 1981 bei einer Volksbefragung zeigte, dass große Teile der Bevölkerung das Projekt ablehnten, wurden die Steinhofgründe als von der Stadt Wien betreutes Erholungsgebiet erhalten.
Öffnungszeiten und andere Infos unter www.wien.gv.at/wald/erholung/stein.htm

Dehnepark

Der Dehnepark ist einer der letzten ursprünglichen Wienerwaldoasen und aufgrund seines Altbaumbestandes und seines Lebensraumes einzigartig. Er liegt am Osthang des Hausberges von Hütteldorf, dem Satzberg, auf der Gegenseite an den Hängen der Steinhofgründe. Das Tal wird durch den romantischen Rosenbach durchzogen, wo jedes Jahr im Frühjahr die berühmte Krötenwanderung stattfindet. Das Zentrum des Dehneparks bildet der "Dehneteich", ein künstlich aufgestauter Teich und wichtiger Lebesraum für die hier heimisch gewordene Schmuckschildkröten. Von großer ökologischer Bedeutung ist hier ebenfalls der Rosenbach, der an manchen Stellen sumpfartige Lebensräume schafft.
Der Dehnepark wurde ursprünglich im Stil eines englischen Landschaftsgartens für die Fürstin Paar, geborene Lichtenstein, errichtet. Durch viele verschiedene Bauten, wie der Ruinenvilla aus dem späten 18. Jd. und verschiedenen kleinen Tempeln bekam der Park erst sein biedermeierliches Ambiente.
Der Name des Parks rührt vom Zuckerbäcker August Dehne her, der im 19. Jd. mit seiner Konditorei am Kohlmarkt ein kleines Vermögen verdiente, das er in Hütteldorf in ein großes, bewaldetes Grundstück investierte. Jahrzehnte später kaufte dieses Naturparadies der Wiener Filmregisseur Willi Forst und errichtete auf dem Gelände eine Villa. Nach dem zweiten Weltkrieg übernahm die Gemeinde Wien den Hain, machte den Dehnepark daraus und öffnete ihn 1973 der Öffentlichkeit. Seither steht der Dehnepark in der Verwaltung und Betreuung des Forstamts der Stadt Wien.


Schwierigkeiten:
Keine
Gesamtgehzeit: ca. 1 Stunde
Beste Jahreszeit: Jederzeit möglich.
Kinder: Sicher eine der geeignetsten Touren für Kinder, zumal es stets bergab geht und beide Parks optimal für Ballspiele, Drachensteigen und andere Abenteuer sind. Beide Parks sind zudem mit Spielplätzen und Teichen ausgestattet.
Hund und Katz': Auf den Steinhofgründen sind Hunde nicht zugelassen!
Ausrüstung: Pack-Checkliste
Einkehrmöglichkeiten:

Großes und Kleines Schutzhaus Rosental

Karte: Karte zum Ausdrucken
Internet:

Infos zum Rundumadum-Wanderweg