Der "weiße
Wächter", wie die Inka den Aconcagua nannten, an der Grenze zu
Chile in den argentinischen Anden ist mit seinen 6.962 m Höhe nicht
nur der höchste Berg des amerikanischen Kontinents, sondern auch der
westlichen Hemisphäre. Der eisfreie Normalweg führt vom Plaza
de Mulas über Nido de Cóndores, Camp Berlin und die Canaleta-Rinne
in ein phantastisches Abenteuer, das allerdings auch mit enormer Höhe,
und unberechenbarem Wetter aufwartet. Deshalb ist hier der selbständige
Allround-Bergsteiger gefragt. Der
günstigste Ausgangspunkt ist Santiago de Chile. Von dort per Bus über
die argentinische Grenze nach Mendoza, wo im Tourismusbüro die Besteigungsgenehmigung
gelöst werden muss. Schließlich nach Los Penitentes bzw. Puente
del Inca, von wo es endlich durch das Horcones-Tal zum Basislager Plaza
de Mulas geht.
Infos
Termine:
05.01. – 27.01.12 12.01. – 03.02.12
rot
durchgestrichen = ausgebucht,
orange = nur mehr Restplätze
Im
Preisinkludiert: Flug, Transfers und Hotelaufenthalte bis
ins Base und zurück, fünf Tage Verpflegung in Confluencia und
Plaza de Mulas, 16 Tage Basislagerzelt
Nicht
im Preis enthalten: Versicherungspaket, Permit, persönliche Konsumationen,
Bergführer, zusätzliche Mahlzeiten und Getränke, Versicherung, Trinkgelder
Hier
ist der selbständige Allround-Bergsteiger gefragt, der mit
Kälte und langen Gehzeiten ebenso gut zurecht kommt wie mit Strapazen
und der Höhe. Auf dem Normalweg gibt es keine technischen Schwierigkeiten.
Die berüchtigte Schuttrinne der Canaleta ist nur anstrengend
- sonst nichts. Im Notfall lässt sich das Basislager von sämtlichen
Hochlagern sehr schnell erreichen (ca. 1 Stunde vom Nido, 2 Stunden
von Berlin).
Gefahren:
Unter
normalen Umständen kann die Tour durchaus als Trekking in extremen
Höhen bezeichnet werden. Im Vergleich zum Kilimanjaro ist
der Aconcagua technisch nicht schwieriger, aber runde tausend Meter höher
und kälter. Aufgrund seiner Nähe zum Pazifik kann sich sonnig-ruhiges
Wetter sehr schnell in ein arktisches Fiasko mit extremen Stürmen
verwandeln. Berüchtigt ist der sogenannte Viento Blanco, der
innerhalb weniger Stunden die Verhältnisse grundlegend verändern
und starke Schneefälle verursachen kann. Er bricht mit Geschwindigkeiten
von bis zu 180 Kilometern plötzlich über den Berg herein und
hält oft tagelang an. Die Folge: Temperaturen bis minus 30 Grad,
Schnee selbst im sommerlichen Basislager, orkanartiger Sturm in höheren
Etagen. Die Auswirkungen des Viento Blanco werden ständig
unterschätzt und verursachen jährlich Tragödien und nachhaltige
Verletzungen wie erfrorene Gliedmaßen.
Matthias
Hake: Expeditionshandbuch.
Planung, Ausrüstung, Krisenmanagement. Pietsch, ISBN 3-613-50490-1
Klaus Mees: Höhentrekking und Höhenbergsteigen, 2011, Bruckmann, ISBN 978-3-7654-5493-6.
Alle relevanten Aspekte für Unternehmungen in großen Höhen verständlich und anschaulich; von der Höhenanpassung über die Behandlung häufiger Erkrankungen bis zur Wahl des richtigen Kochers. Die perfekte Vorbereitungslektüre!
Thomas Hochholzer, Martin Burtscher:Trekking & Expeditionsbergsteigen – Ein medizinischer Ratgeber
2011, Panico, ISBN 978-3-936740-73-8
Dieser medizinische Ratgeber versetzt den Leser in die Lage versetzen, sich optimal auf eine geplante Tour vorzubereiten. Dazu haben eine Reihe von Autoren, allesamt Bergsteiger, Bergführer oder Ärzte, beigetragen ...
Eckehard
Radehose: Traumberge
Amerikas - Von Alaska bis Feuerland, Rother, ISBN 3-7633-3006-2
Trotz
der zahlreichen Spuren sollte man daran denken, dass durch plötzliche
Schneefälle diese Orientierungshilfen nicht mehr erkennbar
sind und man sich in den weiten Hängen schnell verirren kann, was
fatale Folgen hätte. GPS-Geräte leisten hier sehr gute
Dienste. Auf absolut sturmfesteZelte, kälteresistente
Kleidung (Daunenjacke und -hose, Fäustlinge etc.) und Schalen-Bergschuhe
ist unbedingt zu achten. Keine einfachen Lederschuhe! Auf Gletscherausrüstung
kann am Normalweg ruhig verzichtet werden.
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