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Thomas Rambauske: Wienerwald-Abenteuer

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Daunenjacken
waschen und pflegen
Daunenjacken richtig waschen und pflegenEin Gipfelerlebnis ohne eine Daunenjacke wird häufig zu einer wortwörtlichen Zitterpartie. Das Kleidungsstück ist unnachahmlich in seiner Wärmefunktion und gleichzeitig äußerst atmungsaktiv. Deswegen erfreut sie sich am Berg auch so großer Beliebtheit und ist – sofern die Daunen auf tierfreundliche Art und Weise gewonnen wurden – eine gute Option. Allerdings gelten die Jacken als aufwendig in der Pflege. Zu Unrecht, wie die folgenden einfachen Tipps zum Waschen und Pflegen zeigen.

Zwischenreinigung
für die Jacke

Eine Daunenjacke muss nicht allzu häufig gewaschen werden. Im Gegenteil, häufiges Waschen schadet der Struktur der empfindlichen Daunenfedern. Besser ist es, die Jacke nach einem Tag am Berg am Balkon auslüften zu lassen. Aber Achtung: Nicht über Nacht und nicht bei Regen raushängen, denn Feuchtigkeit führt dazu, dass die Daunen verklumpen.
Wer das Gefühl hat, die Jacke rieche zu sehr nach Schweiß, dreht die Daunenjacke einfach auf links. Flecken können mit einem feuchten (nicht nassen) Tuch abgewischt werden. Wenn aber Flecken oder Gerüche zu hartnäckig sind, ist es an der Zeit, die Jacke einem Waschgang zu unterziehen.

Das richtige Daunenwaschmittel
Für die Pflege werden spezielle Daunenwaschmittel verwendet. Normales Waschmittel kann oft nicht rückstandslos entfernt werden und verklebt die Daunen. Weichspüler darf auf keinen Fall mit in die Waschmaschine, er nimmt den natürlichen Fettfilm der Daunen und die Jacke verliert an Isolationskraft.
Mit einem Daunenwaschmittel (und dem richtigen Waschprogramm, doch dazu gleich mehr) werden Daunenjacken so weich und anschmiegsam wie zuvor. Die speziellen Mittel sind rückfettend und enthalten oft auch einen Imprägnierschutz. Und das beste: Auf dem Markt sind viele sanfte und nachhaltige Daunenwaschmittel erhältlich.

Daunenjacken richtig waschen
Der Mythos, dass Daunenjacken nur mit der Hand gewaschen werden sollten, hält sich nach wie vor hartnäckig. Allerdings ist er falsch. Viel besser, schonender, aber auch effektiver ist die Wäsche in der Waschmaschine. Und die ist um einiges weniger aufwendiger, als viele Menschen befürchten.

Daunen richtig waschen und pflegen

Vor der Wäsche müssen alle Taschen von Papierchen, Taschentüchern und ähnlichem geleert und die Reißverschlüsse geschlossen werden, damit die Oberflächenstruktur durch die scharfen und spitzen Kanten nicht in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Flecken, die bei niedrigen Temperaturen nicht verschwinden würden, können im Vorfeld mit Gallseife oder Fleckenentferner behandelt werden.
Eine Daunenjacke benötigt Platz zur Entfaltung. Deshalb sollte sie ganz allein in die Waschtrommel mit einem Fassungsvermögen von mindestens 4-6kg wandern. Ein Schonwaschgang oder ein Wollwaschgang sind die besten Programme, mit denen die Daunenjacke sanft gereinigt wird.
Bei max. 30 Grad geht es Gerüchen und Schmutz an den Kragen. Zu heiß sollte die Jacke nicht gewaschen werden, zu groß die Gefahr, dass Federn und Daunen verklumpen. Wichtig ist zudem eine niedrige Schleuderanzahl. Maximal 400 Umdrehungen sollten es sein.
Ist die Jacke nach dem Waschvorgang besonders nass oder sind Waschmittelrückstände zurückgeblieben, hilft ein zweiter Spül- oder Schleudergang, bevor die Daunenjacke im Trockner getrocknet wird.

So werden die Outdoorjacken getrocknet
Daunen richtig waschen und pflegenRichtig gehört: Eine Daunenjacke sollte nur im äußersten Notfall an der Luft trocknen. Zum einen dauert es sehr lang, bis die Jacke durch und durch trocken ist. Zum anderen müssen die Daunen immer wieder von Hand aufgeschüttelt werden, um sicherzustellen, dass sie sich auch wirklich wieder richtig aufrichten. Die Gefahr ist groß, dass die Jacke zu müffeln beginnt, bevor sie richtig getrocknet und wieder einsatzbereit ist.
Schneller und besser funktioniert da ein Trockner. Er sollte ein möglichst großes Fassungsvermögen haben, weshalb es durchaus lohnend sein kann, die Daunenjacke mit in den Waschsalon zu nehmen und dort im größten Wäschetrockner zu deponieren. Selbstverständlich ist auch der Trockner im eigenen Zuhause geeignet, sofern die Daunenjacke allein getrocknet wird.
Ein Schongang mit maximal 30 Grad ist am besten und schonendsten für die Jacke. Erneut sollte die Zahl der Umdrehungen im Schleudergang möglichst geringgehalten werden. Nach dem Trockengang ist häufig vor dem Trockengang: Die Jacke wandert so oft immer und immer wieder zurück in die Trommel, bis sie wirklich trocken ist. Wer sich nicht sicher ist, wartet einige Minuten bis die Oberfläche ausgekühlt ist, um zu überprüfen, ob noch ein Durchgang nötig ist.
Ein besonderer Trick bei Daunenjacken: Nicht-abfärbende Tennisbälle oder spezielle Trocknerbälle wirken Wunder. Die Daunen richten sich dank ihrer Hilfe um einiges schneller wieder auf.

Imprägnierung
Nässe schadet dem empfindlichen Naturmaterial deutlich. Umso wichtiger ist es, einen Schutzfilm zu haben, unter dem die Daunen sich verbergen können. Ist die Oberfläche imprägniert ist das am Verweis DWR zu erkennen. DWR steht für Durable Water Repellency, was bedeutet, dass die Jacke dauerhaft wasserabweisend ist.
Nach 4-5 Wäschen lässt sich allerdings häufig feststellen, dass die wasserabweisende Funktion etwas abgenommen hat. Aus diesem Grund empfiehlt sich die Wäsche mit einem Daunenwaschmittel, das einen Imprägnierschutz enhält. Zusätzlich oder alternativ kann die Daunenjacke nach der Wäsche und dem Trocknen mit einem Imprägnierspray eingesprüht werden.

Richtige Aufbewahrung
Die frischgewaschene Jacke kommt nicht sofort wieder zum Einsatz, dann sollte sie auf jeden Fall richtig gelagert werden. Die Daunenjacke sollte nicht liegend aufbewahrt werden oder unter einem Stapel anderer Jacken und Kleidungsstücke verschwinden. Stattdessen wird die Daunenjacke an einem trockenen Ort und auf einem Kleiderbügel hängend aufbewahrt. Baumwollbezüge und Mottenpapier schützen vor ärgerlichen Löchern in der Kleidung.


Christina Kniewasser




Autorin:
Christina Kniewasser ist seit 2016 leidenschaftlich für das Daunen-Ratgeberportal "Daunenfeder" (www.daunenfeder.com) als freie Redakteurin tätig. Dabei berichtet sie über die unterschiedlichsten Themen-Bereiche: Von den verschiedenen Daunenarten, über den leider oft so vernachlässigten Tierschutz, bis hin zu sämtlichem Reinigungs- und Pflegetipps.


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