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Heinrich Harrer - Cover

Heinrich Harrer

Mein Leben

(2002, Ullstein, ISBN 3-550-07524-3, gebunden, 570 Seiten, S/W-Bilder)


Umschlagtext:

Heinrich Harrer, der legendäre Bergsteiger und Entdeckungsreisende, blickt in seiner spannend erzählten Autobiographie auf sein Leben zurück, das seinesgleichen sucht. Neben seinen Jahren in Tibet schildert in in "Mein Leben" erstmals auch viele bisher unbekannte Erlebnisse und Begegnungen, die seine spektakulären Expeditionen nach Südamerika, Afrika und Asien prägten.

Die faszinierenden Erinnerungen eines Mannes, dessen Reisen noch Abenteuer waren, die der Entdeckung der Welt und der Hochschätzung ihrer unterschiedlichen Kulturen dienten.

"Der letzte Abenteurer von wissenschaftlichem Rang" (FAZ)


Heinrich Harrer

Heinrich Harrer wurde am 6.Juli 1912 als Sohn eines Postbeamten in Hüttenberg in Kärnten geboren. Er wandte sich früh dem Sport zu, wo er bald Erfolge feierte. 1938 gehörte er zu der Seilschaft, die als Erste die Eiger-Nordwand durchstieg, was ihm die Teilnahme an der deutsch-österreichischen Nanga-Parbat-Expedition ermöglichte. Die Mitglieder der Expedition wurden vom Ausbruch des Zweiten Weltkrieges überrascht und von den Engländern in Indien interniert. Im April 1944 gelang Harrer nach mehreren Versuchen die Flucht nach Tibet, wo er zum Freund, Lehrer und Fluchtbegleiter des Dalai Lama wurde. Harrers Erlebnisbericht "Sieben Jahre in Tibet" wurde seit dem ersten Erscheinen 1952 vier Millionen Mal verkauft, in über fünfzig Sprachen übersetzt und erfolgreich verfilmt.

Nach Europa zurückgekehrt, brach Harrer seit den fünfziger Jahren zu zahlreichen schwierigen Forschungsexpeditionen auf, die ihn in alle fünf Kontinente führten. Respekt und Verständnis für fremde Völker und Kulturen wurden zum Merkmal seiner Reisen, seiner über dreißig Fernsehfilme und mehr als zwanzig Bücher.

Bei Ullstein sind von ihm u.a. lieferbar: "Sieben Jahre in Tibet", "Huka-Huka - Indianer am Amazonas", "Das alte Lhasa", "Erinnerungen an Tibet", "Wiedersehen mit Tibet", "Die Weiße Spinne. Das große Buch vom Eiger".


Kommentar:

Die Lust am großen Abenteuer

Auf die Frage, weshalb er so ein ungewöhnliches Leben geführt habe, antwortete Heinrich Harrer anlässlich seines 90. Geburtstages: "Die Frage, warum man etwas Ungewöhnliches unternimmt, stellt sich gar nicht. Die Begründung könnte ganz einfach die Lust am großen Abenteuer sein." Genau diese Lust hat ihn zeitlebens von Berg zu Berg, von Abenteuer zu Abenteuer, von Kontinent zu Kontinent getrieben. Und eben diese Lust versucht er dem Leser weiterzureichen - was ihm vortrefflich gelingt. Es kann niemanden geben, den seine Erinnerungen nicht mitrissen.

Wer "Sieben Jahre in Tibet" oder "Die weiße Spinne. Das große Buch vom Eiger" gelesen hat, weiß, dass Harrer ungemein flüssig und spannend erzählen kann. Begeisterte und begeisternde Reiseliteratur - das Abenteuer als Leben, das Leben als Abenteuer - gekonnt, hochinformativ und unterhaltsam. Ein Lebensroman par excellence.

Aber nicht nur das, zwischen den Zeilen spürbar seine von Toleranz geprägten Offenheit gegenüber fremden Ländern und Kulturen, seine Ehrlichkeit, was seine eigenen Fehler betrifft (interessant, wie er dem Vorwurf der Einvernahmung durch Nazi-Deutschland begegnet!), reflektierende Tiefen, sensible Einblicke in das Innenleben eines in die Weite gerichteten Weltbürgers. Die Berichte über Harrers Begegnung mit den Indianern am Xingufluss oder dem Maler Balthus zählen zu den stillen, andächtigen Momenten des Buches.

Der Leser wird viel Neues erfahren, Riten und Religionen aus aller Herren Länder kennenlernen, Persönlichkeiten treffen wie Peter Aufschnaiter, Harrers langjährigen Weggefährten, Herbert von Karajan, den Dalai Lama, Brad Pitt, und er wird Geschichte erleben - von ihrer abenteuerlichen, spannenden Seite her, erlebt und erzählt von einem der letzten Abenteurer unserer Zeit.