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Steve House

Steve House

Jenseits des Berges

Expeditionen eines Suchenden


2010, Malik, ISBN 9783890293844, 336 Seiten

Verlagsinformation:

Alaskas Gipfel, der K7 oder die gefürchtete Rupalwand – Steve House sucht immer neue Routen, mit immer weniger Mitteln und in immer kürzerer Zeit: der packende Bericht des sympathischen Puristen, dessen Credo der Verzicht auf alles Überflüssige ist.
"Als ich 29 war, waren alle meine Kletterkameraden entweder tot oder nicht mehr aktiv." – Steve House ist vom Berg besessen. Ein Perfektionist, seit seiner Jugend von der Idee getrieben, der weltbeste Bergsteiger zu werden. Als 19-Jähriger wird er zum ersten Mal zum Nanga Parbat mitgenommen; 15 Jahre später sorgt seine sechstägige Durchsteigung der höchsten Steilwand der Erde im Alpinstil für Furore. Er erlebt Scheitern und den Tod enger Freunde, verschiebt immer wieder die Maßstäbe des Höhenbergsteigens – und verweigert sich konsequent der multimedialen Vermarktung. Mit jener schnörkellosen Präzision, mit der er seine Ziele erreicht, schildert House in seinem ersten Buch die lebenslange Faszination des Extremen.
2009 mit dem "Jon Whyte Award for Mountain Literature" ausgezeichnet.
Kommentar:

Sein oder Nichtsein

Was für ein Buch! Ein wahrer Page-Turner, den man locker in vier Stunden gelesen hat. Steve House schafft es mit seinem packenden, schnörkellosen, fast puristischen Stil den Leser mitzunehmen in eine Welt der Abgründe, der Extreme, der Grenzgänge. So kann es schon passieren, dass es einen fröstelt, wenn House von seinem Sturz in die Gletscherspalte, von der Ausgesetztheit der 4000 m tiefen Rupalwand oder der Einsamkeit am K7 erzählt. Wer nicht fassungslos den Kopf schüttelt, wenn er von House' Wahnsinnsritten liest, muss selbst ein Extremsportler sein.
Der "Punk auf Steigeisen", wie sich House selbst nennt, eröffnet einen tiefen und aufschlussreichen Blick in die Seele der seltsamen Spezies "Extrembergsteiger". Was sich da zeigt, erschreckt. Nicht nur, dass der Leidenschaft Berg alles geopfert wird, was dem Nichtbergsteiger wichtig ist: "Ich bin ein Punk auf Steigeisen. Ich lebe, um zu klettern. ... Ich bin sicher, dass die Bergsteigerei mir alles vermitteln kann, was ich als Mensch wissen muss." Mehr noch: Ein Hardcore-Kletterer wie House scheint kompromisslos nur zwischen den Extremen Sein oder Nichtsein, Schlagzeile oder Grab, bejubelt oder betrauert zu pendeln. Einen Mittelweg gibt es nicht. So wundert es nicht, dass sich die Liste seiner toten Freunde über eine sehr lange Seite erstreckt.
Wer das Wesen der neuen "Extremen" zumindest in seinen Ansätzen verstehen will, möge dieses Buch lesen – und ja nicht versucht sein, es House nachzumachen ...

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