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Am Matterhorn Österreichs
Großes Wiesbachhorn

Großes Wiesbachhorn

3.564 m, Hochtour, August 2012; Text/Bilder: © Lukas Letz

Der dritthöchste Gipfel der Glocknergruppe besticht vor allem durch sein Aussehen. Eine elegante Pyramide, die gen Himmel zieht, umgeben vom ewigen Eis der Gletscher, dessen Wasser sich tosend in den Stausee Mooserboden ergießen. Viele sprechen vom "Matterhorn Österreichs" und damit haben sie sicherlich recht, nicht viele Berge besitzen diese Attribute und das macht das Große Wiesbachhorn zu einem der begehrtesten Ziele in den Ostalpen. Die nahen Bratschenköpfe nimmt man am besten gleich mit ...

Aufstieg über den Kaindlgrat (Nordwestgrat)

Heinrich Schwaiger Haus

Von der Terrasse des Heinrich Schwaiger-Hauses mit grandiosem Blick auf das Kitzsteinhorn zehn Minuten gemütlich bis zum Einstieg eines Kamines. Dieser Kamin stellt zugleich die Schlüsselstelle der Tour dar. Er ist etwa 20 Meter hoch und leicht nach links abdrängend, deshaKletternlb ist er auch durchgehend mit Stahlseilen und Stiften versichert, so wie man es von anderen Klettersteigen her kennt. Dennoch darf dieser Kamin nicht unterschätzt werden und ist vor allem bei Nässe oder Vereisung mit Vorsicht zu genießen.
Danach erreicht man nach etwa einer Stunde den Oberen Forchezkopf, der auch den Beginn des Kaindlgrats darstellt. Dieser präsentiert sich je nach Jahreszeit als wunderschöner Firngrat oder Schuttgrat, wir begingen ihn Anfang August und durften uns noch an den Firnresten erfreuen. Je früher man den Grat begeht, desto schöner ist er. Vorsicht bei Vereisung und Wechtenbildung! Gemütlich marschieren wir nun Richtung Wielingerscharte und von dort weiter zum Gipfel. 200 Höhenmeter darunter steilt sich das Gelände dann nochmals etwas auf, bei unserer Begehung in Form von einer 35 Grad steilen Schuttflanke, wo Trittsicherheit gefragt ist. Auf den letzten Metern flacht das Gelände wieder ab und man gelangt problemlos auf den Gipfel des Großen Wiesbachhorns, wo sich ein großartiges Panorama bietet. Auf dem gleichen Weg geht es dann auch wieder hinunter Richtung Heinrich Schwaiger-Haus. Vorsicht in der Gipfelflanke und im Kamin beim Abstieg. Nach circa 5 Stunden ist man dann wieder am Ausgangspunkt, dem Heinrich Schwaiger-Haus. Das Große Wiesbachhorn ist durchaus als Tagestour vom Stausee Mooserboden zu machen, dabei ist mit einem Zeitaufwand von 8-10 Stunden zu rechnen.

Ausblick

Weitere Bilder

Schuttkletterei Wiesbachhorn Das Horn Am Gipfel
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Hinterer und Vorderer Bratschenkopf

Bratschenköpfe

Start wieder beim Heinrich Schwaiger Haus, dann durch den oben erwähnten Kamin und weiter über den Kaindlgrat zur Wielingerscharte. Dort schlägt man dann einen anderen Weg ein, nämlich rechterhand über den Gletschersattel (vereinzelt Spalten, anseilen wird empfohlen!) bis zum nördlichen Bergfuß der Bratschenköpfe, dort durch die Schuttflanke bis unter das meisten mit Firn bedeckte Gipfeldreieck und von dort steil weiter Richtung Gipfel des Hinteren Bratschenkopfes (3.413 m). Dort besteht die Möglichkeit, über den Verbindungsgrat den Vorderen Bratschenkopf zu besteigen, weiters kann man auch in das Gletscherbecken rechterhand absteigen und in etwa eine Stunde zum Gipfel der Klockerin marschieren. Abstiegsweg = Aufstiegsweg.

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Bratschenkopf Bratschenkopf Bratschenkopf Bratschenkopf
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Lexikon: Großes Wiesbachhorn

Das Große Wiesbachhorn liegt im Bundesland Salzburg in Österreich und ist mit einer Höhe von 3564 m ü. A. der dritthöchste Gipfel der Glocknergruppe. Der vollkommen freistehende Firndom bildet den Hauptgipfel des Fuscher/Kapruner Kammes und wird in alpinistischer Literatur oft als Rivale zum Großglockner gesehen. Der tiefe Absturz gegen Osten und Südosten hat mit 2.418 m den größten Höhenunterschied zwischen Tal und Gipfel in den Ostalpen. Von alpinistischer Bedeutung war die Erstbesteigung der Nordwestwand am 15. Juli 1924 durch Franz Riegele und Willo Welzenbach. Sie verwendeten zur Fortbewegung zum ersten Mal Eisnägel, die später zu Eisschrauben weiterentwickelt wurden. Die Nordwestwand war eine der klassischen Eiswände der Ostalpen; mittlerweile ist das Eis jedoch abgeschmolzen.
Quelle: Wikipedia (mehr erfahren >>>)

Ausgangspunkt:
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Anfahrt
: Von Kaprun aus mit dem Postbus bis zum Stausee Mooserboden, von dort aus über die Staumauer queren bis zum Anfang des Wanderweges zum Heinrich Schwaiger-Haus, der uns in 2 ½ Stunden zur Hütte bringt.
Aufstieg Kaindlgrat:
Heinrich Schwaiger-Haus (2802 m) – Unterer Fochezkop – Oberer Fochezkopf – Großes Wiesbachhorn (3564 m)
Gesamthöhenmeter:
Pfeil up Pfeil down 786
Gesamtgehzeit (in Stunden):
Pfeil up Pfeil down ca. 2½–3
Hinterer und Vorderer Bratschenkopf:
Heinrich Schwaiger-Haus – Kaindlgrat – Wielingerscharte – Hinterer Bratschenkopf (3.413 m)
Gesamtgehzeit (in Stunden):
Pfeil up Pfeil down 3
Ausrüstung:
Karte:
Alpenvereinskarte 1:25.000, Blatt 40, Glocknergruppe
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