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Mountainbiken rund um Wien

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Wildschweine & Duckhüttler

Naturpark Sandstein-
Wienerwald

März 2008
Naturpark Sandstein-Wienerwald

Text/Bilder: Johnny & seine Rita

Intro

Ein Wildtiergehege, ein Geologielehrpfad, eine für Papa und Mama interessante Ausstellung und ein Abenteuerspielplatz rechtfertigen einen Familienausflug in den Naturpark Sandstein-Wienerwald. Aber was bitte sind "Duckhüttler"?

Anreise und Ausgangspunkt
Der Parkplatz zum Naturpark Sandstein-Wienerwald befindet sich direkt an der B44 in Purkersdorf. Von der Bahnstation Purkersdorf-Gablitz gelangt man in 5 Minuten zum Streichelzoo und Abenteuerspielplatz Kellerwiese.
Route

PurkersdorfGablitzKellerwiese (243 m) – Naturparkzentrum Deutschwald (121 m) – Rudolfshöhe (475 m) – Schöffelstein (425 m) - Kellerwiese

HU Pfeil uppfeil down ca. 250 m, GZ 4 Stunden

Naturparkeingang
Rita am Eingang zum Naturpark

 

 

 

 

 

Rita

Vom Parkplatz des Naturparks gelang man über eine große Holzbrücke über die Tullnerbachstraße zur Kellerwiese (Streichelzoo und Spielplatz). Von dort entlang des Wienflusses auf dem 1,5 km langen Naturlehrpfad, vorbei am Sängerbrunnen, und nach etwa 30 Minuten zum Gasthaus Klugmayer. Kurz vor dem Gasthaus links etwas steiler hinauf in den Wald, ehe man nach wenigen Metern die ersten Wildgehege sieht. Ein großer Spielplatz und das Wienerwaldhaus mit der Ausstellung über die "Duckhüttler" (Forstarbeiter die im 17. Jahrhundert aus der Steiermark, Oberösterreich, Salzburg und Bayern zur Waldbewirtschaftung in den Wienerwald geholt wurden) laden ein zu einer kleinen Rast. In der Ausstellung erfährt man mehr über das Leben der Wienerwaldbauern und deren Handwerkszeug. Der Außenbereich des Museums sowie das Holzlabor informieren über die Holzarbeit und die Vielfalt des Rohstoffs Holz:

Holzausstellung

Vorbei am Wildschweingehege und entlang eines Geologielehrpfades wandert man weiter bis zu einer Unterstandshütte. Leicht rechts führt der weitere Weg in einigen Serpentinen steil Warrtehinauf und in einer knappen halben Stunde steht man am Fuße des 28 Meter hohen Aussichtsturms.

Auf dem gleichen Weg geht es zurück zur Unterstandshütte und von dort auf dem etwas schmaleren Weg noch einmal einige Minuten etwas ansteigend zum Schöffeldenkmal. Nach einer letzten kurzen Rast folgten wir den Markierungen bis hinunter zum Sängerbrunnen und erreichen den Spielplatz auf der Kellerwiese (30 min).

Frosch
Quack ...

Sängerbrunnen

Am Beginn des Naturlehrpfades, am Weg Richtung Deutschwald findet man den Sängerbrunnen. Der Brunnen wurde 1875 zu Ehren des "Wiener Männer-Gesangsvereines" errichtet und dieser Platz gehörte zum Vergnügungszentrum "Kellerwiese". Über dem Brunnen befand sich eine Plattform mit einem Pavillon, in dem jeden Donnerstag eine Musikkapelle spielte. Das war zur Jahrhundertwende als Purkersdorf bei den WienerInnen als Ausflugsziel absolut "In" war. Die Bahnstation Purkersdorf-Gablitz hieß ursprünglich Station Kellerwiese.
2002 begann der Verschönerungsverein mit der Renovierung des Brunnens, da zu dieser Zeit kein Wasser mehr sprudelte. Die Stadtgemeinde hat die Zuleitung wieder instand gesetzt und der Verschönerungsverein den Brunnen renoviert. Am 26. April 2003 wurde die Neueröffnung gefeiert.

Kellerwiese

Die Bezeichnung stammt von alten, aufgelassenen Kellern, von welchen nur noch einer besteht. Am Fuße der Kellerwiese (heute Park and Ride Parkplatz) befand sich um circa 1905 ein Kaffee-Restaurant und auch ein Tennisplatz.

Rast

Rudolfswarte

Sie ist nach dem Habsburger Kronprinzen Rudolf benannt. Die Warte bietet einen wunderbaren Fernblick über Wien und über die südlichen Voralpenberge bis zum Schneeberg. Bauhöhe: 28,5 Meter, Konstruktion: Holz, Bauherr: Naturparkverein "Sandstein-Wienerwald"

Schöffeldenkmal

SchoeffelDas Denkmal ist nach Joseph Schöffel benannt, der als "Retter des Wienerwaldes" bekannt wurde, als er 1872 durch eine journalistische Initiative verhinderte, dass ein Viertel der Waldfläche des Wienerwalds an einen Holzhändler zur Schlägerung verkauft wurde. Für sein Vorhaben fand er kaum Mitstreiter. Im Neuen Wiener Tagblatt berichtete er über Amtsmissbrauch des Staatsgüter-Verschleuderungs-Bureaus. Öfter wurde er vor Gericht geladen. Da die Presse offensichtlich gekauft war, schwieg sie zu den Vorfällen. Da seine Recherchen aber hieb- und stichfest waren, wurden sämtliche Klagen zurückgezogen. Man bot ihm sogar Schweigegeld an, um von seinem Vorhaben abzurücken. Es gab Gerüchte, dass ein Jagdschütze, der Schöffel irrtümlich bei der Jagd träfe, mit keinen Konsequenzen zu rechnen hätte. Daraufhin nahm Schöffel an keiner Jagd mehr teil. Dennoch gewann er den Kampf um den Wienerwald – gegenSchöffeldenkmal Politik, Wirtschaftsinteressen und Medien.
Ab 1872/73 war er Bürgermeister von Mödling. In dieser Zeit gründete er in Mödling ein Waisenhaus. Aufgrund seiner Initiativen wurde er auch Ehrenbürger zahlreicher anderer Wienerwaldgemeinden.
Als Abgeordneter im Reichsrat und niederösterreichischen Landesausschuss leitete er das niederösterreichische Straßenwesen. Auch für die Handwerksburschen führte er Verpflegestationen ein.

Sein Leitsatz gilt bis heute: "Ich wünsche mir nur, dass, wenn der Wienerwald, was nicht unmöglich ist, wieder einmal von Spekulanten bedroht werden sollte, sich zur rechten Zeit ein Mann finde, der den selben mit Erfolg verteidigt."

Schwierigkeiten:
Keine
Gesamthöhenmeter:
ca. 250 m
Gesamtgehzeit:
4 Stunden
Beste Jahreszeit:
Frühling bis Herbst
Eignung für Kinder:
Ideal
Eignung für Hund & Katz':
Bestens
Ausrüstung:
Einkehrmöglichkeiten:
Gasthaus Klugmayer
Karte:
Österreichische Karte 50, Blattnummer 5319 "Tulln an der Donau", 1:50 000
Internet:

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