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Die Leichtigkeit des Gehens
Michelbacher Elsbeerweg

Elsbeerweg

Wanderung, Wienerwald Region Elsbeere, April 2013; Text/Bilder: © Thomas Rambauske

Mächtige, frei stehende Elsbeer-Bäume, von Löwenzahn gelb leuchtende Wiesen, aussichtsreiche Anhöhen und eine gepflegte dörflich-bäuerliche Landschaft kennzeichnen die Region "Elsbeer Wienerwald" in der Übergangszone von der Waldlandschaft des Wienerwalds ins offene, weite Hügelland des Mostviertels. Was das Wandern hier so auszeichnet, ist die Leichtigkeit und Einfachheit des Gehens. Es muss nie geschwitzt, zugepackt, balanciert oder riskiert werden, nein, Gehen bedeutet hier Promenieren, Genießen, Schauen und sich in die Landschaft  verweben und verlieben. Ein weitläufiges Netz von gemütlichen Wanderwegen und eigens ausgewählte Elsbeerwege führen zu Plätzen, wo die mächtigen Elsbeerbäume in besonders großer Zahl wachsen. Eine davon ist der Michelbacher Elsbeerweg. Der Höhenweg vom Hegerbergsattel über das Kloster zum Kranawettberg beschert herrliche Ein- und Fernblicke, der Wiesenwienerwald zeigt sich von seinen schönsten Seiten.

Die Leichtigkeit

Die Route

Der Michelbacher Elsbeerweg beginnt beim AnMarkierungwesen Hausbauer der Familie Vonwald (Parkplatz). Ein auf Baumstämme und Pflöcke gemaltes, orangenes Elsbeerblatt und Schilder werden uns von nun an verlässlich weiterleiten. Vom Parkplatz beim Geräteschuppen durch das Hofgebäude und gleich auf eine Weidewiese. Kurz am Waldrand entlang bis zu einer asphaltierten Güterstraße. Beim Aufstieg zur "Prinz-Höhe" sehen wir die ersten besonders schönen Solitär-Elsbeerbäume, die um Mitte Mai blühen – auch das ein Erlebnis! Sie gelten als Besonderheit dieser Landschaft. Die seltenen, weil sonnenhungrigen Elsbeerbäume wachsen frei stehend auf Wiesen und fallen durch ihre imposante Höhe, die mächtige Krone und die prächtige orange-rote Herbstfärbung auf. Bis zu 20 Meter hoch und bis zu 300 Jahre alt kann ein Elsbeerbaum werden, Früchte trägt er erst nach etwa 15 Jahren. Von Hand gepflückt werden sie zu wohlschmeckenden Elsbeer-Spezialitäten verarbeitet – und ab Hof verkauft. Wie hier auf der Prinz, wo wir Spezialitäten wie Elsbeerschokokade, Elsbeerlikör, Elsbeerhonig, Elsbeer-Müsliriegel ... erwerben. Alles Elsbeer also hier!!
Der nun folgende Weg charakterisiert sich durch immer gleiche Vorzüge: kleine schattige Waldpassagen, dann weite, sonnige Lichtungen, Obstbaum-Haine, Elsbeerbäume ... Nun auf dem anschließenden Wiesenweg weiter zum Hof Kienleiten, dort zur Straße hinauf und links durch den Wald zum Anwesen Almbauer. Etwa 300 m danach schon das Kreuz am Hegerbergsattel, wo wir uns entschieden müssen: Entweder links zur Einkehr in die Hegerberghütte oder scharf rechts abzweigend in Richtung Kloster Hochstrass (404). Wir sind hungrig, weswegen wir der Zufahrtsstraße zum 655 m hohen Hegerberg folgen. Diese Erhebung gehört zu den beliebtesten Wanderbergen hierorts, ist dessen Gipfel doch von Michelbach, Kasten und Stössing aus in ein bis zwei Stunden erreichbar. Knapp unterhalb des Gipfels empfängt uns die ganzjährig bewirtschaftete Johann Enzinger-Schutzhaus, das man nie ganz verlassen vorfindet. Im Gegenteil, an schönen Wochenenden kann es schon passieren, dass man etwas länger auf – ausgezeichnete – Essen wartet. Aber es zahlt sich aus.
Nach der Stärkung wieder zurück zum Kreuz auf dem Hegerbergsattel und durch einen Wald auf einem Fahrweg weiter, wo wir nach einem Wiesenhohlweg links zu einem Höhenrücken abzweigen. Nun den Kamm entlang über von Löwenzahn bedeckte, gelb strahlende Wiesen. Es ist genau diese harmlose, liebliche Traumwelt, in dem wir uns wohlfühlen, wo wir gerne verweilen, genießen, in der Wiese sitzen, balgen, chillen, wo wir die schwersten Lasten abwerfen und die Leichtigkeit des Seins erleben.

SpaßSpaß

Nach einem Baum, der wohl jedem ob seiner anmutigen und einsamen Stellung auffällt, das verfallene "Ecker-Haus", von wo sich eine traumhafte Aussicht zum Schöpfl hin genießen lässt. Ein Stück weiter kommen wir zu einer Kehre, wo der höchstgelegene Elsbeer-Bäume dieser Tour steht. Die Straße führt uns zum Kloster Hochstrass hinunter und einem von violetten Glyzinien überwachsenen Gehöft.

Kloster

Den Fahrweg beibehaltend kommen wir durch den Klosterwald zur im Wald gelegenen Salzer-Anhöhe. Hier gehen wir den nicht markierten Weg nach rechts, passieren das Anwesen Urani (links unter uns) und gelangen am Kamm bleibend zu einer weiteren idyllischen Rastmöglichkeit mit Baum und Marterl. Der blau/roten Markierung folgend geht es nun vorbei an der Salzerwiese, später am Kastnerhof vorbei zu einem Waldsaum. Diesen entlang tauchen wir in ein schönes Wäldchen ein und sehen schon den Ortsteil Kropfsdorf unter uns. Der folgende Wiesenweg führt uns nun den Kranawettberg hinunter zur Starkl-Kapelle und zur Landesstraße in Kropfsdorf, auf der nur ca. 250 m gehen müssen, um rechts zum Ausgangspunkt des Elsbeerweges zurückkommen.

Weitere Bilder

Verkauf Löwenzahnwiesen Rast Durch Wiesen Laufe
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Lexikon: Elsbeere

Wo das Mostviertel in den Wienerwald übergeht, ist die Elsbeere zu finden. Auf hohen Bäumen, die frei in den Wiesen stehen und oft über hundert Jahre alt werden, wachsen die Elsbeeren - rötlich-braune Früchte mit Marzipanaroma. Hier im ElsbeerReich ist eine der größten räumlichen Konzentrationen an Solitärelsbeerbäumen in Mitteleuropa. Die Nutzung der Elsbeere hat hier seit etwa 200 Jahren Tradition. Im Jahr 2007 haben sich die Wienerwald-Gemeinden Asperhofen, Brand-Laaben, Eichgraben, Kirchstetten, Maria Anzbach und Neulengbach mit den Mostviertelgemeinden Böheimkirchen, Kasten, Michelbach, Pyhra und Stössing zu einer Region zusammengeschlossen. Dem Alleinstellungsmerkmal Elsbeere wurde im Regionsnamen Elsbeere Wienerwald Rechnung getragen.

Mein Baum

Elsbeeren werden von Hand und mit Hilfe von sehr langen Leitern gepflückt, eine aufwendige und nicht ungefährliche Erntearbeit. Der Elsbeerbrand gehört deshalb zu den kostbarsten und exklusivsten Destillaten. Die Früchte werden außerdem zu Likören, Marmeladen und anderen Spezialitäten verarbeitet. Auch das wertvolle Holz wird verarbeitet. Die Elsbeere wurde als Österreichs erstes Slow Food Presidio Produkt klassifiziert.

Elsbeer-Spezialitäten wie Elsbeer-Schokolade, Elsbeer-Cremehonig, die süße Elsbeerschnitte, Elsbeer-Camembert, Elsbeer-Blüten-Sirup und Elsbeer-Likör, gibt es in der Region ab Hof zu kaufen. Köstlichkeiten von und mit Elsbeeren finden sich unter anderm auf den Speisekarten von Landgasthof Schwarzwallner in Michelbach und im Seminarhotel Laabnerhof in Brand-Laaben. In beiden Gaststätten werden regelmäßig Elsbeer-Menüs angeboten. Im Gasthof Geppl in Fahrafeld bei Böheimkirchen wurde sogar eine Elsbeer-Stube eingerichtet. Gefeiert wird die Elsbeere jedes Jahr Anfang Mai beim "Tag der Elsbeere".
Quelle:
Mehr zur Elsbeere auf www.elsbeere-wienerwald.at >>>


Ausgangspunkt:
Größere Kartenansicht
Route:
Anwesen Hausbauer (Kropsdorf 14, 3074 Michelbach) – Auf der Prinz – Almbauer – Hegerbergsattel – Hegerberg (Johann Enzinger-Haus, 655 m) – Kloster Hochstrass – Salzerwiese – Kropfsdorf – Hausbauer
Gesamthöhenmeter:
Pfeil up Pfeil down 491
Gesamtgehzeit (in Stunden):
Pfeil up Pfeil down ca. 4½
Schwierigkeiten:
Keine
Eignung für Kinder:
perfekt geeignet
Eignung für Hund & Katz':
perfekt geeignet
Ausrüstung:
Einkehrmöglichkeiten:
Johann Enzinger-Haus am Hegerberg
Karte:
Kompass, WK 213 "Pielachtal, Traisental"
Hilfreiche Links:

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