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Mountainbiken rund um Wien

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Im Saugarten Wiens

Lainzer Tiergarten

Nikolaitor - Wienerblick - Hubertuswarte (Kaltbründlberg) - Hirschgstemm

April 2005
Lainzer Tiergarten

Text/Bilder: Thomas Rambauske

Intro

"Servus!", begrüßen meine Begleiter die Gärtner des Lainzer Tiergartens, als wir durch das Nikolaitor Wiens kleine Stadtwildnis betreten. Frühmorgens ist man hier noch unter sich, während sich die kleine Oase im Westen Wiens im Laufe des Tages nach und nach mit Joggern, Nordic Walkern und sonstiger Wiener Fauna füllen wird. Wen wundert's, gehört der Lainzer Tiergarten doch zu den beliebtesten Ausflugszielen der Bundeshauptstadt.
Die ummauerte Natur-Enklave im Westen Wiens verbindet auf charmante Weise natürliche mit kulturellen
Attraktionen: Wildschweine neben uralten Bauwerken, Damhirsche und Mufflons rund um die Hermesvilla, kleine Feuchtbiotope am Fuß prächtiger Aussichtsplattformen.
Einer der vielen Wege führt auf den höchsten Punkt dieses Areals, den Kaltbründlberg, unterwegs laden zwei Hütten zur Einkehr ein. Eine saustarke Tour für einen Frühlingsamstag.


Route

Nikolaitor - Nikolaikapelle - Wienerblick (434 m) - Rohrhaus (404 m) - Kaltbründlberg (Hubertuswarte, 508 m) - Hirschgstemm (Ghf., 407 m) - Teichwiese - Stockwiese - Nikolaitor

HU ca. 300 m / GZ 4- 4½ Stunden


Eine der Aktionen für Kinder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Hubertuswarte
Die Hubertuswarte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Stockwiese
Die Stockwiese

Vom Ausgangspunkt Nikolaitor (Hütteldorf-Auhof gleich nach der Westeinfahrt) an einem Spielplatz vorbei, bei der ersten Weggabelung rechts hinauf und an der Nikolaikapelle vorbei, einem der ältesten erhaltenen Sakralbauwerke Wiens. Schon bei der zweiten Serpentinen-Kurve lässt man den Lärm der Westeinfahrt hinter sich und taucht in einen jener Eichen- und Buchenwälder ein, für die der Tiergarten bekannt ist. Anfangs folgen wir noch einem für Kinder interessanten Lehrpfad samt Schautafeln und Spielen. So müssen beispielsweise mittels Schiebehölzer Blätter, Früchte und Bäume zugeordnet werden.

Bei einer Weggabelung folgen wir der Richtung "Rohrhaus" entlang der Ostmauer des Tiergartens. Auf breitem Forstweg über sanfte UPs und DOWNs durch lichten Hochwald bis zu einem Sattel mit der Weggabelung Rohrhaus/Wienerblick (1 St.). Damit ist der erste Höhepunkt erreicht - ein reizvolles, von Frühlingsboten bunt gefärbtes, sonniges Aussichtsplateau, von dem aus sogar das japanische Kaiserpaar 2002 die Bundeshauptstadt in ihrer vollen Pracht bewundert haben, so erzählt zumindest ein Stein dort. Die sog. Baderwiese soll sich zudem sehr gut als Start- und Landeplatz für Drachen eignen, auf jeden Fall laden Bänke und Tische zu einer längeren Picknick-Rast ein.

Wienerblick
Der Wienerblick

Zum Rohrhaus auf breitem, ebenen Weg, immer begleitet von Nordic Walkern und überholt von Joggern. Vorbei an einer Fütterungsstelle und nach wenigen Minuten schon beim Rohrhaus samt Spielplatz und Ausblick (½ Stunde). Weiter aber durch zwei Gatter in Richtung Hubertuswarte. Sobald es sanft bergauf geht, spürt man, dass man sich einem neuen Höhepunkt nähert. Nach 1 Stunde bei der außen recht schmucklos aussehenden Hubertuswarte auf dem Kaltbründlberg. Umso prächtiger dann die Aussicht, zu der über eine dunkle Innentreppe hochgestiegen wird: Wiener Becken, Wienerwald, Hainburger Berge, Leithagebirge, Schneeberg, ja bis zum Ötscher reicht der Blick vom höchsten Punkt der Tour.
In westlicher Richtung weiter durch eine Waldschneise zum Hirschgstemm. Das einladende Gasthaus ist bekannt für seinen gemütlichen und im Frühling von Blüten beregneten Gastgarten und sein legendäres Haus-Wildschwein (siehe Bild).

Das Haus-Wildschwein beim Hirschgstemm
Das Haus-Wildschwein beim Hirschgstemm

Nach einer wohlschmeckenden Einkehr auf Asphaltweg Richtung Nikolaitor hinab. Von einem Bach begleitet - man möchte es nicht glauben, innerhalb des Stadtgebietes einen Bach plätschern zu hören! - an kleinen und größeren Teichen vorbei, über Lichtungen und eine Lagerwiese. Nach der Stockwiese (Wildschwein-Fütterung jeden Tag 14 Uhr!) hat man noch die Wahl entweder auf dem Asphaltweg oder einem Waldweg zum Nikolaitor zu gelangen. Wählt man den Waldweg, kommt an einem für Kinder attraktiven Balancierbalken vorbei, der sich auch als Wald-Xylophon verwenden lässt. Kurz danach trifft man wieder auf den Hinweg, die Nikolaikapelle und das gleichnamige Tor.


Nikolaikapelle

Die Nikolaikapelle ist eines der ältesten erhaltenen Sakralbauten Wiens, ein spätromanischer Bau, der dem heiligen Nikolaus, dem Patron der Schiffer, geweiht wurde. Bei archäologischen Grabungen wurden unweit der Kapelle Spuren aus dem 2. Jh. nach Chr. gefunden, was auf Siedlungstätigkeit der Römerzeit hinweist. Erstmals urkundlich erwähnt 1321.

Wildschweine

Wildschweine (Schwarzwild) haben ein borstiges, dunkles, graubraunes Haarkleid. Die männlichen Tiere (Keiler) sind an den großen, gebogenen Eckzähnen zu erkennen, die im Frühjahr geborenen Jungtiere (Frischlinge) an ihrer braun-beigen Längsstreifung. Wildschweine, die Stammform aller Hausschweinrassen, sind Allesfresser und sehr gesellig. Die weiblichen Tiere (Bachen) mit ihren Frischlingen allerdings können grantig sein, wenn sie gestört werden. Die Wildschweine im Lainzer Tiergarten gelten aber als äußerst freundlich und tun niemanden was an - außer vielleicht, wenn im Frühjahr die "Bachen" Frischlinge führen - dann reagieren sie auf Störungen womöglich aggressiv.

Schwierigkeiten:
WegweiserZu beachten ist für den Lainzer Tiergarten, dass es keine Farbmarkierungen gibt, sondern nur Wegweiser an den Weggabelungen. Eine Karte sollte daher immer dabei sein.
Weiters ist es ratsam, abends rechtzeitig eines der Ausgangstore erreichen, da diese zu festgesetzten Zeiten geschlossen werden (Öffnungszeiten an den Toren merken!).
Öffnungszeiten:

Der Zutritt zum Lainzer Tiergarten ist bei folgenden Toren möglich: Lainzer Tor, Gütenbachtor, Laaber Tor, Pulverstampftor, Nikolaitor, Adolfstor (nur an Sonn- und Feiertagen geöffnet), Sankt Veiter Tor (nur an Sonn- und Feiertagen geöffnet).

Die sich im Laufe des Jahres ständig ändernden Öffnungszeiten sind am besten via Internet zu erfragen.

Höhenmeter: Etwa 300 in Auf- und Abstieg
Gesamtgehzeit: ca. 4-4½ Stunden
Beste Jahreszeit: Richtet sich nach den Öffnungszeiten ...
Kinder: WaldxylophonEine Menge Spielmöglichkeiten und Attraktivitäten wie ein Wald-Xylophon (siehe Bild), natürlich die die Tiere, kleine Teiche und viele Rastmöglichkeiten machen jede Wanderung durch den Lainzer Tiergarten auch für Kinder zu einem Abenteuer.
Hund und Katz': Hunde sind im Lainzer Tiergarten nicht zugelassen!
Ausrüstung: Pack-Checkliste >>>
Einkehrmöglichkeiten:

Rohrhaus: Mo. Ruhetag, feiertags offen
Hirschgstemm

Karte: Freytag & berndt "Wanderatlas Wienerwald"
Internet:

Alle Infos über Öffnungszeiten etc.