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Rundumadum-Etappe 4

Neuwaldegg - Jubiläumswarte - Feuerwache Steinhof

März 2007

Neuwaldegg - Feuerwache Steinhof

Text/Bilder: Thomas Rambauske

Intro

Auf der 4. Etappe des Wiener "rundumadum"-Weges lässt sich die Schönheit des Wienerwaldes ausgezeichnet von der Jubiläumswarte aus erkennen. Bei klarer Sicht eröffnet sich ein Blick über alle Wienerwaldberge bis zum Schneeberg und dem Ötscher. Weitere Höhepunkte der Tour: Der beliebte Picknickplatz Kreuzeichenwiese, der Gipfel des Heubergs und ein idyllischer Teich unweit der Feuerwache Steinhof.


Anfahrt & Aufstieg

Neuwaldegg (248 m) - Hanslteich - Schottenhof - Heuberg (464 m) - Kreuzeichenwiese - Jubiläumswarte - Feuerwache Steinhof

HU ca. 250 m, GZ 2 Stunden

Der Hanslteich in Neuwaldegg mit dem Restaurant
Der Hanslteich in Neuwaldegg mit dem Restaurant

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jubiläumswarte im Abendlicht
Die Jubiläumswarte mit der sie umgebenden Picknickwiese

 

Startpunkt Julius-Berger Gasse, Ecke Waldegghofgasse am Eingang des Schwarzenbergparks in Neuwaldegg (17. Wiener Gemeindebezirk, Endstation Straßenbahnlinie 43, 248 m). Anfangs auf dem Stadtwanderweg 3 durch die Schwarzenbergallee, die zu beiden Seiten von kleinen Teichen flankiert ist. Nach den zwei markanten Obelisken, auf denen der Name "KYSELAK" eingraviert ist (Josef Kyselak - 1795 - 1831 - machte in seiner Freizeit zahlreiche ausgedehnte Wanderungen durch den Wienerwald. Mit einem Topf schwarzer Ölfarbe ausgerüstet, hinterließ er auf vielen Ruinen, Felsplatten und Brückenpfeilern seine berühmten Buchstaben "KYSELAK") vor einer Brücke über den Alserbach links auf einen Waldweg. Vorbei am bekannten Hanslteich mit gleichnamigem Restaurant, dann langsam hoch entlang der stark befahrenen Amundsenstraße bis zum Restaurant Schottenhof.
Dort wieder eingetaucht in den stillen Wienerwald. Bergauf Richtung Kreuzeichenwiese, wo bei einer Weggabelung in nördlicher Richtung ein breiter Trampelpfad auf den Heuberg (464 m) führt, von wo man an besonders klaren Tagen bis zum Schneeberg sieht. Der Umweg kostet zwar 10 Minuten, zahlt sich aber aus. Auf der Kreuzeichenwiese geben sich Picknick-Fans, spielende Kinder, Sonnenanbeter und müßiggängerische Stadtflüchtige ein munteres Stelldichein.

Weiter auf breiterer Forststraße bis zur Jubiläumswarte. Auch dieses Schmankerl sollte man sich nicht entgehen lassen: Hat man über eine Spiraltreppe und 183 Stufen die Spitze der Warte in 483 m Höhe erreicht, wird man mit einem 360°-Panoramablick vom Wiener Becken, über die Hainburger Berge, das Leithagebirge, den Schneeberg bis zum Ötscher (Infos siehe unten) belohnt. An ihrem Fuß die Wiener Waldschule, die mit Schautafeln, Holzproben und ausgestopften Tieren einen Überblick über den Tier- und Baumreichtum des Wienerwaldes verschafft. Neben Stammscheiben, Wurzeln, Geweihen und weiteren angreifbaren Waldgegenständen können in der Waldschule auch präparierte Wildtiere gestreichelt werden.
Nun die Johann Staud-Straße übersetzt und auf gutem Weg an einem Teich und an einer Lagerwiese vorbei bis zum Denkmal für Ferdinand Degen (Gründer der Ottakringer Feuerwehr) gegenüber der Feuerwache und dem Eingang zu den Steinhofgründen.

Garten(zwerg)idylle
Garten(zwerg)idylle am Rande des Schwarzenbergparks

Jubiläumswarte

Ihr Anfang bestand in einer Warte, die der "Ottakringer Verschönerungsverein" zum 50-jährigen Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Joseph I. errichten ließ. Am 4. Dezember 1898 fand die symbolische Grundsteinlegung statt, am 6. Juli 1899 wurde die "Kaiser Jubiläumswarte in Ottakring" feierlich eröffnet. Nach dem 2. Weltkrieg war die Warte bereits dermaßen von Rost zerfressen, dass sie 1952 baupolizeilich gesperrt werden musste. Mit dem Neubau der Jubiläumswarte, die mit 13 Stiegenabsätzen, 183 Stufen und einer Aussichtsterrasse in 31 m Höhe konzipiert war, wurde am 15. August 1955 begonnen. Am 7. September 1956 erfolgte durch Vizebürgermeister Karl Honay und Stadtrat Leopold Thaller die feierliche Eröffnung der neuen Jubiläumswarte.

Schwarzenbergpark

Zwischen 1768 und 1791 ließ Feldmarschall Franz Moritz Graf Lacy den heutigen Schwarzenbergpark zu einem englischen Garten ausbauen, von dem es hieß, er sei der größte und schönste Naturgarten Österreichs. Teiche mit exotischen Wasservögeln, künstliche Wasserfälle, chinesische Brücken, ein Lusthaus und viele Statuen schmückten einst den "Naturgarten", von dem heute allerdings nicht mehr viel übrig ist. Der Schwarzenbergpark wurde so zum ersten Landschaftsgarten Österreichs. 1958 kaufte die Gemeinde Wien den Schwarzenbergpark als Naherholungsgebiet und stellte das ursprüngliche Erscheinungsbild wieder her.
Im Park befinden sich auch zwei Obelisken, auf denen der Name "KYSELAK" eingraviert ist. Josef Kyselak (1795 - 1831) machte in seiner Freizeit zahlreiche ausgedehnte Wanderungen durch den Wienerwald. Mit einem Topf schwarzer Ölfarbe ausgerüstet, hinterließ er auf vielen Ruinen, Felsplatten und Brückenpfeilern seine berühmten Buchstaben "KYSELAK".

Neuwaldegg

Der Name stammt von Schloss "Waldeckh", das schon 1309 urkundlich erwähnt wurde. 1683 wurde es von den Türken zerstört. Nach dem Ende der Ersten Wiener Türkenbelagerung erwarb der Kaiserliche Rat Stefan Agler eine Hof- und Teuchstatt mit angrenzendem öden Gartengrund in einem Gebiet, das zuvor Ober-Dornbach, Ober-Aigen oder Oberes Gut genannt worden war. Agler selbst gab seinem Besitz den Namen Neuwaldegger Hof, weswegen er 1539 den Titel "Edler zu Paumgarten und Neuwaldegg" erhielt. Das Gut Aglers wurde immer mehr erweitert, bis an seiner Stelle ein prächtiges Schloss entstand, das Schloss Neuwaldegg. 200 Jahre später wurde der Besitz von Feldmarschall Franz Moritz Graf von Lacy, einem Freund Joseph des II., erworben, der einen englischen Landschaftsgarten anlegen ließ, an dessen höchstem Punkt er 17 Schilfrohrhütten errichten ließ. Die prächtig ausgestatteten Hütten, in denen allerlei Lustbarkeiten stattfanden, wurden mit gedeckten Gängen verbunden und in der Folge Hameau (Dörfchen) genannt. Sein Besitz ging auf die Familie Schwarzenberg über, der ehemalige Neuwaldegger Park bekam dadurch den Namen Schwarzenbergpark.
Der Park und Schloss in Neuwaldegg verfielen über die Jahre. 1951 erwarb schließlich die Erzdiözese Wien das Schloss und ließ es vollständig renovieren, seit 1975 dient es als Bildungshaus.


Schwierigkeiten:
Keine
Höhenmeter: Etwa 250 in Auf- und Abstieg
Gesamtgehzeit: ca. 2 Stunden
Beste Jahreszeit: Jederzeit möglich
Kinder: Diese Etappe auch von Kindern locker zu packen. Plant man auf der Kreuzeichenwiese ein Picknick ein und klettert die Jubiläumswarte hinauf, sind auch kindgerechte Erlebnispunkte gesetzt, die für Kurzweil sorgen.
Hund und Katz': Gut geeignet
Ausrüstung: Pack-Checkliste
Einkehrmöglichkeiten:

Restaurant Hanslteich, Schottenhof

Karte: Karte zum Ausdrucken
Internet:

Infos zum Rundumadum-Wanderweg