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Mountainbiken rund um Wien

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Rundumadum-Etappe 9

Alterlaa
Wienerberg

April 2007

Text/Bilder: Thomas Rambauske

Intro

Das Erholungsgebiet Wienerberg, in den die 9. Etappe führt, ist an schönen Frühlings- und Sommertagen Anziehungspunkt für viele Wiener, und das mit gutem Grund: Das Landschaftsidyll im Herzen Wiens erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 117 Hektar, Sonnenanbeter finden am Ufer des weitläufigen Teichs ebenso ein gemütliches Plätzchen wie Nordic Walker, Spaziergänger - und Fischer. Vor der Skyline der Wienerberg City wirkt der große Wienerbergsee beinahe wie ein Widerspruch.


Anfahrt & Route

Anton Baumgartner-Straße (U-Bahn-Station U6, 64 A, 66 A) - Gutheil-Schoder-Gasse - Friedrich-Adler-Weg - Erholungsgebiet Wienerberg - Otto-Probst-Straße (Biergasthof Chadim, 67)

GZ ca. 1,5 Stunden

Von der U6-Station Alterlaa über die Altmannsdorfer Straße den Steinseeweg entlang durch eine Kleingartensiedlung, dann links in die Gutheil-Schoder-Gasse. Auf einer Brücke über die A23, eine der Hauptschlagadern der Hauptstadt. Dann unter der S-Bahnstation durch, über die Computerstraße, bis es am Friedrich-Adler-Weg rechts in das Erholungsgebiet Wienerberg geht. Aufatmen, Luft holen, Seele baumeln lassen, beginnt doch nun eine Genuss-Promenade wie aus dem Bilderbuch. Nachdem auch die Triesterstraße übersetzt ist, empfiehlt es sich, den Friedrich-Adler-Weg nach links zum Wienerbergteich zu verlassen und dort vielleicht Fischern bei ihrem Hobby, nämlich Karpfen herauszufangen und wieder zurückzusetzen, zuzusehen. Ihre durch nichts zu erschütternde Ruhe, ihr schelmisches Lachen, wenn mal ein dicker Brocken an der Angel zappelt, ja der ganze See mit seinen schilfbewachsenen Ufern - all das steckt an, macht frei, erfüllt mit Urlaubsfeeling. Die Skyline der Wienerberg City, die sich mächtig über den Park erhebt, verleiht der ganzen Szenerie etwas Unwirklichliches: Seen-Idylle hier, pulsierende Großstadt dort, so nah liegen in Wien Tief- und Wahnsinn, Geruh- und Betriebsamkeit nebeneinander. Umrundet man den "Teich" - ob seiner Größe mehr ein See -, trifft man auf Sonnenanbeter, Spaziergänger, Picknicker, Sportler, Müßiggänger, also Urlauber vom Alltag, die sich allem Schnellen, Lauten und Launischen zu entziehen wissen.

Um zum Endpunkt der Etappe 9 zu gelangen, zurück zum Friedrich-Adler-Weg und ein kurzes Stück in die Otto-Probst-Straße zum Biergasthof Chadim (Bim 67).


Wohnpark Alterlaa

Der Wohnpark Alterlaa wurde in den Jahren 1973 bis 1985 am Südrand Wien als neues Wohngebiet erbaut. Insgesamt finden sich im Wohnpark rund 3.300 Wohnungen und zahlreiche Gemeinschaftseinrichtungen wie 7 Schwimmbäder auf den Dächern der Hochhäuser, 7 Hallenbäder, Saunen, Clubräume u.v.m. Der Wohnpark Alt-Erlaa gilt als eines der typischen Beispiele für die Wohnbauplanung Ende der 1960er Jahre in Österreich.

Friedrich Adler

Der Friedrich-Adler-Weg ist nach Friedrich Adler (geb. am 9. Juli 1879 in Wien, gest. am 2. Januar 1960 in Zürich), dem Naturwissenschafter und österreichischen Politiker der Österreichischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP), benannt. 1916 erschoss er als Parteisekretär den österreichischen Ministerpräsidenten Karl Stürgkh, wurde begnadigt und war in den Jahren 1918 und 1919 wesentlich an der Niederschlagung kommunistischer Putschversuche beteiligt. Von 1923 bis 1940 als (General)Sekretär der Sozialistischen Arbeiterinternationale tätig, prägte er von 1938 bis 1945 die politische Ausrichtung der Exilorganisation der österreichischen Sozialisten (AVOES) entscheidend. Seine deutschnationale Einstellung machte ihn nach 1945 zur politischen Unperson.

Altmannsdorfer Straße

Der Straßenzug wurde im Jahr 1894 nach dem gleichnamigen Bezirksteil in Meidling, Altmannsdorf, umbenannt. Die Geschichte dieses Orts geht bis in das frühe Mittelalter zurück. Als "Namensgeber" gilt der heilige Altmann, ein Passauer Bischof. Nicht ganz so lange dauert die Historie der Gutheil-Schoder-Gasse. Diese Straße verbindet gleich drei Bezirke miteinander, nämlich Favoriten, Meidling und Liesing. Benannt wurde diese Gasse 1961 nach der Opernsängerin Maria Gutheil-Schoder, die unter Musikfreunden als gefeierte Sopranistin bekannt ist.


Schwierigkeiten:
Keine
Gesamtgehzeit: ca. 1,5 Stunden
Beste Jahreszeit: Jederzeit möglich.
Kinder: Diese kurze Etappe kann Kindern ohne weiteres zugetraut werden, zumal am Ende ja die herrliche Grünoase des Wienerbergs mit Seeufern, Spielplätzen und weitläufigen (Spiel)Wiesen wartet.
Hund und Katz': Null problemo
Ausrüstung: Pack-Checkliste
Einkehrmöglichkeiten:

Biergasthof Chadim und sonstige Gasthäuser am Weg

Karte: Karte zum Ausdrucken
Internet:

Infos zum Rundumadum-Wanderweg